1. Startseite
  2. Rhein-Main
  3. Main-Kinzig-Kreis

Radwege im Kreis entwickeln

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Jochen Dietz

Kommentare

Der Sportentwicklungsplan soll modernisiert und ein Radwegekonzept für den ganzen Kreis entwickelt werden. Das fordern SPD und Grüne.

Die Grünen fordern ein Radwegekonzept, die SPD die Fortschreibung des Sportentwicklungsplans für den Main-Kinzig-Kreis. Entsprechende Anträge kündigen sie für die heutige Kreistagssitzung an.

Der Umstieg aufs Fahrrad scheitere im Kreis meist daran, dass es keine Radweg gebe, so die Grünen in ihrer Mitteilung. „Das ist heute, wo die Gesundheit und die Bewegung im Vordergrund stehen, nicht erklärbar“, so Fraktionschef Reiner Bousonville. „Wir fordern den Kreis auf, bis zum 30. Juni 2018 ein Radwegekonzept zu erstellen. Zustimmen können wir hier auch den Linken, die die Beteiligung der Städte und Gemeinden an dem Konzept fordern“, so Bousonville.

Es gebe derzeit keinerlei Ausbauplanung für Radwege im Kreis.

Den Stein hätten die Freien Wähler ins Rollen gebracht, die in Linsengericht-Lützelhausen den Ausbau eines Rad- und Gehwegs forderten, heißt es von den Grünen. Das sei aber viel zu klein gedacht. Bousonville sieht da mehr das große Ganze. „Das ist ein Antrag für den Ortsbeirat“, so Bousonville. „Deshalb wollen wir mit der Forderung nach einem Radwegekonzept den ganzen Kreis profitieren lassen.“

Die Kreis-SPD fordert einen „sport – und bewegungsfreundlicheren Main-Kinzig-Kreis und beantragt deshalb einen neuen Sportentwicklungsplan. Der soll dann Leitlinien und Handlungsempfehlungen für die Sportanlagen sowie den Schul- und Vereinssport hergeben, heißt es in der SPD-Mitteilung. Mehr als 135 000 Menschen seien derzeit in 578 Sportvereinen. Sport sei im Kreis von großer Bedeutung. Doch der aktuelle Sportentwicklungsplan stamme von 1990. Studien zum Sportverhalten der Bevölkerung würden aber belegen, dass sich der Sport seitdem in einem tiefgreifenden Wandel befinde. Auch hier im Main-Kinzig-Kreis sei dieser Wandel feststellbar. „Gründe hierfür liegen beim veränderten Sportangebot mit neuen Sportarten und in den Interessen der Menschen, in der geringer gewordenen Rolle des Vereins fürs Sporttreiben sowie im Zuwachs kommerzieller Angebote“, so Fraktionschef Klaus Schejna. Deshalb müsse ein diesen Erkenntnissen angepasster, aktualisierter und zukunftsorientierter Sportentwicklungsplan für den Main-Kinzig-Kreis aufgestellt werden. jo

Auch interessant

Kommentare