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Programm zu Todesmarsch

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Das Brüder-Schöndelf-Forum übt Kritik an der Umbettung von Kriegstoten im Jahr 1962.

Der Vorsitzende des Brüder-Schönfeld-Forums, Herbert Begemann, hat die Umbettung von Kriegstoten im Februar 1962 von Dörnigheim nach Schlüchtern kritisiert. Damals seien die sogenannten Kriegstoten, darunter auch Opfer des Todemarsches, von der heutigen Waldsiedlung zum „sogenannten Ehrenfriedhof“ nach Schlüchtern umgebettet worden. Es sei nicht klar, ob Baugrundstücke gebraucht worden seien oder ob es darum gegangen sei, die „schrecklichen Ereignisse des Jahres 1945 aus dem Gesichtsfeld zu verbannen“.

Am 25. März 1945 hatte die SS 300 Häftlinge durch Dörnigheim getrieben; sie sollten innerhalb von vier Tagen von Frankfurt nach Hünfeld gehen. Viele überlebten den Todesmarsch nicht, elf von ihnen richtete die SS in Dörnigheim mit Genickschüssen hin.

2012 gab es eine Performance mit zwölf lebensgroßen Figuren aus Eisen und Filz auf der Kennedystraße. 2013 „zieht das Gedenken weitere Kreise“, schreibt die Evangelische Kirchengemeinde Dörnigheim und weist auf Veranstaltungen in Frankfurt, Maintal und Hünfeld hin. So wird die kollektive Performance 24-3-45 am Sonntag, 24. März, 14 Uhr, Am Mainkai, Höhe Leonhardskirche, beginnen und den Hafenbahngleisen zum Güterbahnhof folgen.

Am Montag, 25. März, werden in Dörnigheim 25 Figuren im Morgengrauen an der Stadtmauer installiert, ab 16 Uhr erinnern sich im Gemeindezentrum Zeitzeugen an 1945: um 16, 17 und 19 Uhr Frauen und Männer aus Dörnigheim, um 18 Uhr ein Häftling aus dem KZ Katzbach. Um 20 Uhr beginnt ein Film zum Warschauer Aufstand und KZ Katzbach. (ran.)

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