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Sanja Zivo
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Sanja Zivo

Sanja Zivo aus Hanau

Pilgern für den guten Zweck

Schmerzende Füße halten sie nicht auf. Die Hanauerin Sanja Zivo ist nach Santiago de Compostela gepilgert - und hat dabei Geld für den Verein „Herzenswünsche“ gesammelt.

Von Ute Vetter

Die Begriffe Liebe, Glück und Herz gebraucht Sanja Zivo oft, wenn sie etwas von sich erzählen soll. Die selbstständige Designerin für Textilien, Porzellan und Schmuck, 1958 in Novi Sad in Ex-Jugoslawien geboren, lebt mit ihrem deutschen Mann, einem Goldschmied, seit 1989 in Hanau. Seither betreibt sie in der Wilhelmstraße ein Atelier. Sie versucht Liebe und Glück aber nicht nur in ihr eigenes Leben zu bringen, sondern verstärkt auch in das von kranken Kindern. „Wahre Liebe ist universell, allumfassend“, erkannte die gläubige Christin – und wurde 2010 zur Pilgerin.

Schmerzende Füße

Vom 18. Mai bis zum 22. Juni marschierte sie auf dem Jakobsweg von Saint Pied de Port durch die Pyrenäen, über den Ibañeta-Pass und Pamplona bis nach Santiago de Compostela. Sie hielt eine Woche Regen aus, schmerzende Füße, schätzte Herbergen mehr als Hotels. Ihre Erlebnisse stellte sie jetzt rund 40 Gästen der Unternehmer- und Selbstständigen- Plattform „Barbizz“ in deren Lounge am Hessen-Homburg-Platz mit einem Dia-Abend vor. Um „jedem zu empfehlen, einmal zu pilgern“. Und um Geld zu sammeln für den bundesweit agierenden Verein „Herzenswünsche“ (Münster). Er erfüllt seit 1992 schwerstkranken Kindern Herzenswünsche – vom eigenen Kaninchen über Delfin-Schwimmen bis zum Treffen mit einem Idol.

Der eigens angereiste Juniorbotschafter des Vereins, Christoph Weitkamp, freute sich über rund 400 Euro: „Wir sagen immer ,Geht nicht gibt’s nicht’“. Das Geld kam nicht zuletzt dank der Sponsoren zusammen: Der Piper-Verlag etwa spendierte drei von Hape Kerkeling signierte Bestseller „Ich bin dann mal weg“, eine Maintaler Kelterei Apfelwein-Prosecco, eine Chocolaterie-Inhaberin Süßigkeiten und Sanja Zivo selbst einige ihrer hübschen „Glücksbringer“-Schmuckstücke. Diese verkauft sie aktuell auch in der Galerie Reus am Marktplatz.

Sanja Zivo hatte auf ihrem Trip nach Finis Terre, dem „Ende der Welt“, einen Stein im Gepäck, den sie auf dem Freiheitsplatz aufgeklaubt hatte. Sie legte ihn am Crux de Ferro (Eisernes Kreuz) bei einem Gebet nieder, verbunden mit der Bitte um Erfüllung eines Wunsches. „Das ist nun mal so Brauch“, sagt sie lächelnd und betrachtet dabei ihren Pilgerausweis und die weiße Jakobsmuschel-Schale, die in uralten Zeiten Pilgern als Erkennungszeichen, aber auch zum Wasserschöpfen diente. Und gibt zu: „Jeder sucht auf einer Pilgerreise natürlich auch immer sich selbst.“ Warum wurde das Pilgern ihr Thema? „Nicht alle Menschen sind so wie ich in der glücklichen Lage, ihre Pläne und Wünsche realisieren zu können“, sagt sie. Darum möchte die Kroatin auch weiter Geld sammeln.

„Herzenswünsche“, Nienkamp 66, 48147 Münster, Sparkasse Münster, Konto 370 080, BLZ 40050150

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