Petra Spatz in ihrer Heilpraktiker-Praxis
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Petra Spatz in ihrer Heilpraktiker-Praxis

WM-Titel im Armdrücken

Petra Spatz ist "over the top"

Auf den Spuren von Sylvester Stallone: Petra Spatz aus Hanau gewinnt in Las Vegas den WM-Titel im Armwrestling. Und sie kann sich gleich doppelt freuen: Sie ist nicht nur Athletin, sondern auch Bundestrainerin.

Deutschlands erfolgreichste Armwrestlerin hat wieder die Muskeln spielen lassen: Petra Spatz vom Club „Over the Top“ aus Hanau hat in Las Vegas ihren WM-Titel in der speziellen Form des Armdrückens verteidigt und ihren achten WM- Triumph gefeiert. Die 1,65 Meter große Power-Frau hat damit inzwischen 15 Medaillen bei Weltmeisterschaften gewonnen. „Gerade in der Hochburg des Armwrestlings Weltmeisterin zu werden, ist etwas ganz Besonderes. Es waren hochkarätige Wettkämpfe in einem starken Teilnehmerfeld“, bilanzierte Spatz am Donnerstag.

Bei der WM vor Weihnachten in den USA war Spatz einer Dreifachbelastung ausgesetzt. Die Heilpraktikerin kämpfte als Aktive, coachte als Bundestrainerin und kümmerte sich als medizinische Betreuerin um ihre Mannschaft. Das 20-köpfige Team des Deutschen Armwrestling-Verbandes holte noch fünf Bronzemedaillen und vier vierte Plätze. Rang vier sicherten sich etwa Andreas Garcia und Udo Krause aus Langen. Allein die Hessen gewannen fünf Medaillen.

Zu den erfolgreichsten Athleten des deutschen Teams zählte auch Spatz' Club-Kollege Jürgen Baumann aus Hanau. Er gewann in der Gewichtsklasse bis 75 Kilogramm zwei Bronzeplaketten - eine mit dem rechten, die andere mit dem linken Arm. Spatz hingegen war verletzungsbedingt mit dem rechten Arm schnell aus dem Titelrennen.

Mit ihrem starken linken Arm ließ Spatz nichts anbrennen. Ungeschlagen in fünf Duellen in der Klasse bis 70 kg ließ sie der Konkurrenz keine Chance. „Es waren aber auch enge Duelle dabei. Es war alles dabei, was Rang und Namen hat.“ Starke Frauen aus der Ukraine, Russland und Schweden seien unter den 15 Rivalinnen gewesen. „Ich musste alles geben. Aber es ist schön, wenn man zeigen kann, was man drauf hat“, sagte Spatz.

Die Hanauerin krönte mit dem achten WM-Titel ihre harte Vorbereitungszeit. „Etwa drei Stunden täglich an sechs Tagen in der Woche über sechs Monate hinweg. Da konnte ich froh sein, dass mein Fitnessstudio auch nachts geöffnet hat“, erklärte sie. (dpa)

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