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Die von Wahlniederlagen gebeutelte Maintaler SPD hat sich neu organisiert. Nach dreieinhalbstündiger Diskussion haben sich die Sozialdemokraten am Donnerstag mühsam auf die Satzung für einen einheitlichen Ortsverein verständigt. Entschlossener zeigten sie sich in der zentralen Personalfrage. Sebastian Maier (29) wurde von 43 Mitgliedern bei einer Nein-Stimme zum Vorsitzenden gewählt.
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Die von Wahlniederlagen gebeutelte Maintaler SPD hat sich neu organisiert. Nach dreieinhalbstündiger Diskussion haben sich die Sozialdemokraten am Donnerstag mühsam auf die Satzung für einen einheitlichen Ortsverein verständigt. Entschlossener zeigten sie sich in der zentralen Personalfrage. Sebastian Maier (29) wurde von 43 Mitgliedern bei einer Nein-Stimme zum Vorsitzenden gewählt.

Maintal

Die SPD ordnet sich neu

Der 29-jährige Sebastian Maier aus Hochstadt ist neuer Vorsitzender der Sozialdemokraten in Maintal. Der SPD-Ehrenvorsitzende Sepp Sigulla legte Widerspruch ein und ging noch vor der Wahl heim.

Von Jörg Andersson

Die von Wahlniederlagen gebeutelte Maintaler SPD hat sich neu organisiert. Nach dreieinhalbstündiger Diskussion haben sich die Sozialdemokraten am Donnerstag mühsam auf die Satzung für einen einheitlichen Ortsverein verständigt. Entschlossener zeigten sie sich in der zentralen Personalfrage. Sebastian Maier (29) wurde von 43 Mitgliedern bei einer Nein-Stimme zum Vorsitzenden gewählt.

Womöglich hätte der in Hochstadt aufgewachsene Maier, der nach einem Jurastudium in Passau nun in Dörnigheim wohnt, noch mehr Zustimmung erhalten. Doch als der Pressesprecher im Arbeitgeberverband der Hoteliers zu später Stunde als einziger Kandidat zur Wahl stand, hatten nach der zähen Satzungsdebatte eine Handvoll Mitglieder das Bürgerhaus Bischofsheim bereits verlassen. Andere Delegierte vermochten den Blankostimmzettel nicht mehr korrekt zu beschriften: vier Wahlzettel waren ungültig, als das Ergebnis um 22.50 Uhr feststand.

Es habe sich gezeigt, wie leidenschaftlich die in tiefer Tradition verwurzelten Maintaler Sozialdemokraten Politik betrieben, doch er wolle wieder mehr über Inhalte als über die Organisation der Partei diskutieren, hatte sich Maier kurz vorgestellt.

Das Absacken bei der Kommunalwahl 2006 auf 35 Prozent, die Abstimmungsschlappe um Ex-Stadtrat Günter Wassermann, das Aus in der Koalition und schließlich die Niederlage bei der Bürgermeisterwahl im Sommer 2009 haben die SPD und ihren 280 Mitgliedern in Maintal zugesetzt. "Wir hatten früher dreimal so viel Mitglieder, müssen überkommene Strukturen auflösen und unsere Kräfte bündeln", appellierte der Unterbezirksvorsitzende André Kavai zu Beginn, den im November begonnenen Auflösungsprozess der alten Ortsvereine abzuschließen.

Doch Parteienstatut, Ortsproporz, die Vorstandsbesetzung sowie die Stellvertreter lieferten den Mitgliedern reichlich Gelegenheit, sich an Änderungsanträgen für die Satzung festzubeißen. Einige plädierten vehement dafür, Repräsentanten aller Stadtteile im Vorstand zu verankern und auch den Sitzungskalender darauf abzustimmen. Fraktionschef Karl-Heinz Kaiser warnte dagegen vor einem überbesetzten und wenig handlungsfähigen Gremium. Es gab viele Einzelabstimmungen, Kaiser etwa unterlag mit dem Antrag, nur Beisitzer statt explizite Fachbeauftragte in den Vorstand zu entsenden.

"Wahlen werden über Personen gewonnen, die bekannt und präsent sind", meinte Jochen Schild aus Wachenbuchen, der einer von drei Stellvertretenden Vorsitzenden wurde - neben Frank Maisch und dem zuvor amtierenden Stadtverbandsvorsitzenden Jochen Spaeth. "Bürgernähe definiere sich nicht über den Wohnort, die Fachkompetenz sei wichtig, mahnten Nils Nagel und Ernst Maul, der seine Kandidatur zurückzog.

Einer hielt das gesamte Procedere für anfechtbar. Der SPD-Ehrenvorsitzende Sepp Sigulla legte Widerspruch ein und ging noch vor der Wahl heim.

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