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Mehr Haltestellen sollen künftig stufenlosen Ein- und Ausstieg ermöglichen.
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Mehr Haltestellen sollen künftig stufenlosen Ein- und Ausstieg ermöglichen.

Nahverkehr Hanau

Optimiertes Netz

  • Detlef Sundermann
    VonDetlef Sundermann
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Der Magistrat in Hanau hat dem Entwurf zum Nahverkehrsplan zugestimmt. Für eine bessere und effizientere Infrastruktur werden barrierefreie Haltestellen gebaut und elektronische Anzeigen installiert.

Auch beim Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) will Oberbürgermeister und Kämmerer Claus Kaminsky (SPD) weniger Geld ausgeben, ohne jedoch Qualität und Angebot zu verschlechtern. Gestern stellten der OB, Verkehrsdezernent Andreas Kowol (Grüne) und Michael Takatsch, Geschäftsführer der Lokalen Nahverkehrsorganisation, den am Montag vom Magistrat befürworteten Entwurf zum Nahverkehrsplan (NVP) 2013 / 17 vor. Das Fahrgastaufkommen soll mit dem neuen NVP um zehn Prozent (3500 Nutzer) gesteigt werden.

Der NVP soll auch dem vorgefundenen hohen Niveau fortgeschrieben werden, erläuterte Kowol. Dies betreffe die Busanbindung der Stadtteile an die Innenstadt wie auch die Verbindung in die Region. Für die Zukunftsfähigkeit der Stadt sei ein gut funktionierender ÖPNV mit einem dichten Streckennetz deutlich höher zu bewerten als kurz Wartezeiten in der Verwaltung, rechtfertigte OB Kaminsky die im Vergleich zu anderen Bereichen der Stadt gering ausfallende Einsparung in Höhe von 100 000 Euro.

Der Entwurfaufstellung lag eine Analyse des Bestands und Bedarfs zugrunde. Außerdem sei eine Vielzahl von Anregungen und Wünschen begutachtet und aufgenommen worden, so Kowol. Neubaugebiete etwa auf den Konversionsflächen in Wolfgang seien berücksichtigt worden. Die Firma Evonik mit 5000 Beschäftigten werde sich an der Linie 11 beteiligen, die zwischen Industriepark Wolfgang und Hauptbahnhof pendelt.

Die Qualität des Hanauer ÖPNVs soll auch mit einer Verbesserung der Infrastruktur einhergehen. Laut Takatsch werden zurzeit 24 Haltestellen für den barrierefreien Ein- und Ausstieg umgebaut. 50 weitere Busstopps sollen folgen, wenn es dafür Geld vom Land gibt, sagte Takatsch. Per elektronischer Anzeige sollen die Fahrgäste auch über die Ankunftszeiten genauer informiert werden – an den Busknotenpunkten und den Bahnhöfen.

Sanierung des Hauptbahnhofs

Hinsichtlich der Finanzierung des ÖPNV-Angebots setzt Kowol auf eine neue, gerechtere Verteilung der Fahrgelderlöse durch den RMV. Das könnte ab 2017 der Fall sein. Nächstes Jahr will der RMV hierzu die Fahrgastzahlen in den Kommunen neu erheben. Kowol hofft zudem, dass die schwarz-grüne Landsregierung den einst sukzessiv kürzten Landeszuschuss an den RMV wieder hoch fährt. Gleichwohl er einräumte, dass dies nicht direkt Gegenstand des Koalitionsvertrags sei.

Geld aus dem Landesprogramm für Bahnhöfe wünschte sich Kaminsky. Ein Restbetrag sei für Hanau reserviert, sagte er. Die Planungsvereinbarung für die Modernisierung des Hauptbahnhofs liege nun zur Unterschrift in Wiesbaden. Der OB rechnet mit der Sanierung in drei Jahren.

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