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Noch einmal von vorn

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Von: Detlef Sundermann

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Ernst Harlos, Mitglied im   Wettbewerblichen Dialog und früherer Kreishandwerksmeister.
Ernst Harlos, Mitglied im Wettbewerblichen Dialog und früherer Kreishandwerksmeister. © privat

Beiratsmitglied Harlos fordert eine Änderung der Pläne für den Freiheitsplatz. Dazu hat er jetzt einen offenen Brief ins Hanauer Rathaus geschickt. OB Kaminsky reagiert darauf nicht gerade erfreut.

Die Stadt Hanau soll das Paket im Wettbewerblichen Dialog zum Freiheitsplatz öffnen und neu packen, dazu fordert Ernst Harlos, Mitglied im Beirat zum Wettbewerblichen Dialog und ehemaliger Kreishandwerkermeister, Oberbürgermeister Claus Kaminsky (SPD) in einem offenen Brief auf. Den Anlass für ein Umdenken sieht Harlos in der Möglichkeit, dass der Investor HBB die ehemalige Bartel-Immobilie und das leere Karstadt-Haus erwirbt.

Die Grundstücksfläche der beiden zusammenhängenden Gebäude liegt nicht mehr im Geltungsbereich des Wettbewerblichen Dialogs. Nach Aussage der Stadt könnte sich dort neuer Einzelhandel als Ergänzung zum Einkaufszentrum etablieren. Genau dies kritisiert Harlos. Auf dem Karstadt-Bartel-Areal solle das Einkaufszentrum samt Parkhaus entstehen, fordert er. Die Tiefgarage unter dem Freiheitsplatz mit der umstrittenen Zu- und Abfahrt würde damit nicht benötigt.

Mit der Verlegung des Shoppingcenters nach Westen ergäben sich laut Ernst Harlos mehrere Vorteile. Der Freiheitsplatz erhielte eine geringere Bebauung, was der Aufenthaltsqualität zugutekäme. Die Fläche mit den Platanen könnte erhalten bleiben. Zudem hätte weiterhin die historische Achse Französische Allee/Marktplatz/Freiheitsplatz Bestand. Ernst Harlos übt auch Kritik an der möglichen Architektur der Freiheitsplatzbebauung. Was die HBB im Dezember der Stadt zur Diskussion vorlegte, „billige, platte und indiskutable Fassadenkosmetik“. Damit nicht genug der Schelte: „Diese oder ähnliche Architektur ist beliebig, überall im Lande anzutreffen und bar jeder Anziehungskraft.“

Grüne und Linke forderten dieser Tage ebenfalls einen Neuanfang für die Planung zum Freiheitsplatz. Zumindest der Grünen-Sprecher Elmar Diez will die Karten neu gemischt sehen, sollte die HBB die beiden Immobilien kaufen, die rund 11?000 Quadratmeter Verkaufsfläche bieten könnten. Dies sei jedoch nicht die Position der Fraktions-Grünen, erklärte deren Vorsitzender Wulf Hilbig. Gleichwohl plädiert auch er für einen Erhalt der Platanen.

OB: Vertragspaket bleibt zu

„Das Rad wird nicht auf null zurückgedreht“, erklärt Oberbürgermeister Claus Kaminsky laut Pressemitteilung. Denn das Vertragspaket, das die Stadt im Sommer nach mehrheitlichem Beschluss der Stadtverordneten unterzeichnet hat, sei nicht einfach wieder aufzuschnüren.

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