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Hanau

Noblé weist Kritik zurück

  • Wiebke Rannenberg
    VonWiebke Rannenberg
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Der Deutschen Gewerkschaftsbund in Hanau hatte Kritik an der Statistik zu den Ausbildungsplätzen geübt. Nun meldet sich zu dem Thema der Chef der Agentur für Arbeit in Hanau, Alexander Noblé, zu Wort

Der Chef der Agentur für Arbeit in Hanau, Alexander Noblé, hat die Kritik des Deutschen Gewerkschaftsbund in Hanau an der Statistik zu den Ausbildungsplätzen als „zu kurz gegriffen“ bezeichnet. Es hätten mehr junge Menschen eine Ausbildung gefunden, als der Jugendbildungsreferent des DGB aus den Zahlen herauslese, sagte Noblé, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur, gegenüber der Frankfurter Rundschau. So hätten im Main-Kinzig-Kreis in den vergangenen Jahren jeweils rund 900 junge Leute keine duale, sondern eine Ausbildung an einer Berufsfachschule begonnen, zum Beispiel zur Physiotherapeutin, zum Krankenpfleger oder zur Erzieherin.

Noblé räumte aber auch ein, dass diese Zahl in der Statistik nicht auftaucht. Die Rubriken seien von der Agentur-Zentrale in Nürnberg vorgegeben. Und diejenigen, die eine Berufsfachschule besuchen wollen, werden gar nicht in die Statistik aufgenommen. Nur die, die noch unentschlossen sind und auch eine duale Ausbildung in Erwägung ziehen, kommen in die Statistik – und landen dann eventuell in der Rubrik „ohne Angabe eines Verbleibs“.

„Es gibt keine Meldepflicht“

Diese Rubrik hatte der DGB-Jugendbildungsreferent Tobias Huth kritisiert. Ende Juli war von rund 1330 Personen die Rede, nach den gestern veröffentlichten Augustzahlen sind es noch 1070. Huth befürchtet, dass diese jungen Menschen oft „in Arbeitslosigkeit, Leiharbeit oder Niedriglohnjobs“ landen. Dem widerspricht Noblé entschieden: Er geht davon aus, dass viele eine Lehrstelle oder eine andere Art der Ausbildung gefunden haben, sich aber nicht mehr bei den Berufsberatern melden. „Es gibt keine Meldepflicht“, betont er und weist darauf hin, dass Mitarbeiter der Agentur intensiv versuchten, die Jugendlichen zu erreichen.

Ein weiterer Kritikpunkt von Huth sind die derzeit rund 430 „Bewerber mit Alternative“. Aus Sicht des DGB-Manns zählen diese jungen Leute zur Rubrik „unversorgt“, weil sie eigentlich gern Ausbildung anfangen würden, nun aber in eine Bildungsmaßnahme gingen. Für die Arbeitsagentur hingegen sind sie „versorgt“. „Das sind unterschiedliche Sichtweisen“, sagt Noblé.

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