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Niddertalbahn wird leiser

An Wochenenden sollen Dieseltriebwagen statt Loks fahren

Von JÖRG ANDERSSON

Der Wochenendverkehr auf der Niddertalbahn wird kurzfristig auf Dieseltriebwagen umgestellt. Auf diese Regelung hat sich die kommunale Arbeitsgemeinschaft Nahverkehr Niddertal (AGNV) am Dienstag geeinigt.

Über den Einsatz der vom DB-Diesellokdauerbrenner 218 gezogenen Doppelstockwagen hatten sich Streckenanwohner in Oberdorfelden, rund um den Bahnhof in Windecken und andernorts beschwert. Zu laut und zu dreckig seien die alten Lokomotiven. "Beim Anfahren schleudern sie gewaltige Abgaswolken in die Luft und lärmen wie uralte Schiffsdiesel", klagte etwa Udo Imhof. Da samstags und sonntags oft nur vereinzelte Fahrgäste in den Waggons säßen, seien die großen Waggons auch unwirtschaftlich, argumentieren die Anrainer.

In einem Kompromiss haben sich Bahn und Rhein-Main-Verkehrsverbund darauf verständigt, ab 19. September an Wochenenden Dieseltriebwagen der Baureihe VT 628 auf der eingleisigen Strecke einzusetzen. Nach Angaben von RMV-Sprecherin Petra Eckweiler wird der Fuhrpark von der Dreieichbahn entliehen. Ob dieses Modell auch in den Abendstunden realisiert werden könne, prüfe man noch. Die Regelung sei ein "Nullsummenspiel". Die Anfahrt der Züge wiege Einsparungen auf.

Die Triebwagen seien leiser, hätten aber deutlich geringe Beförderungskapazitäten. Laut Eckweiler bietet der Dieseltriebwagen 150 Plätze, davon 20 in der ersten Klasse. Zunächst werde nur ein Zugpaar verkehren, je nach Akzeptanz könnten ab Frühjahr 2009 mit Blick auf den Vulkanradweg auch zwei Fahrzeuge zum Einsatz kommen. Steigende Fahrgastzahlen durch Radfahrer erhoffen sich auch die an der Finanzierung beteiligten Kommunen. Für die ersten drei Monate seit der Wiederaufnahme des Wochenendverkehrs auf der 31 Kilometer langen Strecke seien noch keine aussagekräftigen Fahrgastzahlen zu vermitteln, so Sprecherin Eckweiler.

Die auch "Stockheimer Lieschen" genannte 101 Jahre alte Niddertalbahn ist für rund 50 Millionen Euro saniert worden und kann nun bis Tempo 80 fahren. Zu Berufsverkehrszeiten fahren die Züge im 30-Minuten-Takt, sonst stündlich. RMV und Kommunen setzen auf deutlich mehr Fahrgäste.

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