Nidderau

Unfallserie in Nidderau beenden

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Die Politik in Nidderau macht Druck wegen der Umgehungsstraße. Es kommt zu einem Treffen der Verkehrskommission.

Neben allen Parteien im Nidderauer Stadtparlament macht jetzt auch der CDU-Landtagsabgeordnete Max Schad Druck wegen der nicht abreißenden Unfallserie auf der Nidderauer Ortsumgehung, den Bundesstraßen 45 und 521.

Vergangene Woche starb ein Motorradfahrer, am Montagmorgen wurde eine junge Autofahrerin schwer verletzt. Beide durch Linksabbieger am Abzweig zur Kreisstraße 246 nach Karben bei Heldenbergen. „So wie es ist, kann es nicht bleiben“, befindet Schad. Seit der 2015 habe es 18 Unfälle, teils mit Toten und Schwerverletzten gegeben. Er werde in einer erneuten Landtagsanfrage das Verkehrsministerium auffordern, „schnellstmöglich“ aktiv zu werden und den Unfallschwerpunkt zu entschärfen. Laut Bürgermeister Gerhard Schultheiß (SPD) sind der Kommune die Hände gebunden, weil es Bundesstraßen sind. „Wie viele Tote braucht es denn noch, bevor etwas passiert“, fragt er sich.

Die Einmündung ist nicht das einzige Problem. Die gut ausgebaute Strecke verleitet trotz Tempolimit zum Schnellfahren. An den Anschlussstellen gibt es aber keine nennenswerten Verzögerungs- und Beschleunigungsstreifen, die Kurvenradien der Ausfahrten sind extrem eng.

Ampel wurde abgelehnt

Die Nidderauer Politik habe nichts unversucht gelassen, um die Situation zu entschärfen. Ein Parlamentsbeschluss für eine Ampel sei abgelehnt worden, einen stationären Blitzer müsste die Stadt bezahlen, erklärt Schultheiß. Der könnte mit bis zu 200 000 Euro zu Buche schlagen und sei nicht einmal die Lösung. „Da gilt schon Tempo 70. Regelmäßig übersehen Linksabbieger den Gegenverkehr aus Richtung Altenstadt.“, so der Bürgermeister. 

Auch ein Kreisverkehr könne eine Option sein. „Es besteht dringender Handlungsbedarf. Die Lichtzeichenanlage ist nicht vom Tisch“, versichert Ulrich Hansel, Regionalbevollmächtigter von Hessen Mobil. Einen Kreisverkehr zu bauen sei aufwendig, teuer und wegen erst zu schaffenden Baurechts langwierig. Er verweist auf ein weiteres Treffen der Verkehrskommission aus Vertretern von Kreisverkehrsbehörde, Polizei, Hessen Mobil und Politik am morgigen Donnerstag, 7. November. Vermutlich einziger Tagesordnungspunkt: Die Ortsumgehung Nidderau.

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