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Die Nidderauer BVB-Fans an den aufpolierten Stolpersteinen in der Heldenbergener Straubelgasse.
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Die Nidderauer BVB-Fans an den aufpolierten Stolpersteinen in der Heldenbergener Straubelgasse.

Geschichte

Nidderauer BVB-Fans polieren Stolpersteine auf

  • Jochen Dietz
    VonJochen Dietz
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Ein Fanclub von Vizemeister Borussia Dortmund erinnert in Nidderau an die Familie Scheuer, die 1942 deportiert wurde.

Der Nidderauer Borussia-Dortmund-Fanclub hat in Heldenbergen verlegte Stolpersteine aufpoliert und ihnen zu neuem Glanz verholfen. Die Fußballfans erinnern damit an Familie Scheuer.

Manuel und Sara Scheuer hatten laut Mitteilung am unteren Ende der Straubelgasse an der Ecke zur Bahnhofstraße eine koschere Metzgerei mit Schlachthaus geführt. Im September 1942 wurde die Familie deportiert. Die Eltern wurden in Theresienstadt, die Töchter Erna und Hedwig in Treblinka ermordet.

Bereits im November 1938 wurden jüdische Männer aus dem heutigen Nidderau zeitweise ins Konzentrationslager Buchenwald bei Weimar verschleppt, erinnern die Fans des Vizemeisters. Später versuchte jemand, das Anwesen der Scheuers mit einem Lastwagen einzureißen, weil es sich um ein „Judenhaus“ handelte.

Heute finden sich in der Straubelgasse vier sogenannte „Stolpersteine“ mit den Namen von Manuel, Sara, Erna und Hedwig Scheuer. Die pflastersteingroßen Messingtafeln gehören zu dem bundesweiten Erinnerungsprojekt des Kölner Künstlers Gunter Demnig. Der Bildhauer hat zwischen 2008 und 2011 insgesamt 80 Gedenksteine in Windecken, Ostheim und Heldenbergen zum Gedenken an Opfer der nationalsozialistischen Unrechtsherrschaft verlegt. Die Stolpersteine für Familie Scheuer polieren die Nidderau-Borussen seit Jahren jedes Frühjahr.  

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