Nidderau

Kritik an Corona-Auflagen

  • Jochen Dietz
    vonJochen Dietz
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Der TV Windecken kritisiert eine mangelnde Rechtssicherheit vonseiten des Main-Kinzig-Kreises, was das Tanzen für Ehepaare betrifft.

Die Verschärfung der Auflagen zur Eindämmung der Covid-19-Infektionszahlen durch den Main-Kinzig-Kreis führe im Vereinssport zu teils absurden Situationen – das kritisiert der Nidderauer TV Windecken (TVW) in einer Mitteilung. So sei in der Allgemeinverfügung des Kreises vorgeschrieben, dass Sport nur mit 1,5 Meter Sicherheitsabstand getrieben werden dürfe. Folglich dürften Ehepaare keinen Tanzsport betreiben. „Wir haben die zuständigen Stellen darauf hingewiesen“, so TVW-Sprecher Konrad Baier. „Per E-Mail teilte uns das Rechtsamt mit, dass Personen aus dem gleichen Haushalt sehr wohl im Sport Kontakt haben dürften. Nur besteht mit dieser E-Mail leider keine Rechtssicherheit für die Betroffenen.“

Nach Auslegung des Rechtsamts sei es „im Geiste“ der Verfügung, dass etwa Ehepaare weiter tanzen könnten. Allerdings sei die Auslegung einer solchen Verfügung entgegen ihres Wortlauts nicht zulässig, gibt Baier zu bedenken.

„Für uns bedeutet dies, wir können zwar Ehepaaren Tanzsport ermöglichen, jedoch könnten wir jederzeit dafür ein Bußgeld erhalten“, erklärt TVW-Vorstandsmitglied Roland Beck. „Das ist ein untragbarer Zustand.“

Eine Änderung der Allgemeinverfügung sei aber mit dem Hinweis auf eine Beobachtung der Infektionszahlen abgelehnt worden. Das stoße bei den betroffenen TVW-Mitglieder auf tiefstes Unverständnis, so die Mitteilung.

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