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Nidderau

Streit um das Altenzentrum in Eichen

  • Detlef Sundermann
    vonDetlef Sundermann
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Das APZ soll nicht isoliert an der Ortsperipherie liegen, etwa auf der umstrittenen Baufläche jenseits der B 521.

Die Bewohner:innen im Nidderauer Stadtteil Eichen benötigen mehr Plätze in der Kita und ein Alten- und Pflegezentrum (APZ). Vier Planvarianten gibt es für die Realisierung der Vorhaben. Die Kernfrage besteht jedoch nicht nur darin, soll die Kita in der Höchster Straße ihre Erweiterung im APZ erhalten, sondern was wird aus dem dortigen Abenteuerspielplatz. Zwei Initiativen haben sich gebildet, die eine pro, die andere kontra Bebauung, um den Politiker:innen im Stadtparlament die Richtung zu weisen.

Auf einer ehemaligen Gewerbefläche entstehen demnächst 27 Wohneinheiten, in der Bebauung aus den 1970er Jahren vorzieht sich sukzessiv ein Generationenwechsel, skizziert Erster Stadtrat Rainer Vogel (Grüne) die Situation für die Kindertagesstätte. Einhundert Plätze gibt es dort, künftig würden dort jedoch 40 zusätzliche benötigt. Zugleich wachse der Wunsch, das Dorf im Alter nicht verlassen zu müssen. Als Bauherr für das Altenheim haben sich die gemeinnützigen Alten- und Pflegezentren Main-Kinzig eingebracht. Das Doppelgebäude soll 40 Plätze samt Tagespflege, Cafe, Friseur und Arztpraxis bieten. Zehn Millionen Euro will der kreiseigene Betrieb investieren, wenn die Stadt das Grundstück stellt, rund 2500 Quadratmeter.

„Das APZ mit der Kita zu verbinden, fördert das generationsübergreifende Zusammenleben, zudem bleibt ein guter Teil des Spielplatzes erhalten“, sagt Vogel zur Variante 4, die auch von einer Initiative gefordert wird. Im Parterre des APZ würde die Kita-Erweiterung untergebracht. Die Stadt würde die Räume mieten, mit dem Vorteil, dass bei sinkender Nachfrage an Kita-Plätzen die Räume wieder zurückgegeben werden könnten.

Die anderen Varianten für das APZ schließen die Nachbarschaft zur Kita nicht aus, aber jede Einrichtung bleibt für sich. Lediglich Variante eins steht für eine Kita-Erweiterung ohne APZ nebenan. In diesem Fall bliebe der 50 Jahre alte Abenteuerspielplatz samt der Rollschuhbahn weitgehend unangetastet. Mit dem APZ würde vermutlich die Hälfte der Fläche verloren gehen. Für Stadtrat Vogel ist dies ein vertretbarer Kompromiss, weil es in der Wehrstraße noch einen zweiten Spielplatz gibt.

Kein Altenheim am Ortsrand

Wenn das Spielgelände an der Höchster Straße unangetastet bleibt, wird es laut Vogel schwierig, für das APZ einen Standort in Eichen zu finden, zum einen aus Mangel an einem städtischen Grundstück, zum anderen soll das APZ nicht isoliert an der Ortsperipherie liegen, etwa auf der umstrittenen Baufläche jenseits der B 521.

Vogel schließt nicht aus, dass der Widerstand gegen das APZ neben der Kita, nicht nur aus Sorge um den Abenteuerspielplatz, sondern auch um die Veränderung mit dem APZ einhergeht. Es werde keine erhebliche Verkehrszunahme geben, Besucher des Heims würden den nahen Parkplatz an der Sporthalle nutzen.

Corona-bedingt konnte die Vorstellung des Vorhabens und der vier Optionen nur auf der Internetseite der Stadt erfolgen. Die Bürger:innen hatten zudem die Möglichkeit, Anmerkungen und Fragen per E-Mail abzugeben. Die Eingänge sollen kommende Woche aufbereitet und die Antworten vor Weihnachten im Portal veröffentlicht werden, sagt Bürgermeister Gerhard Schultheiß (SPD). Noch im Januar sollen sich die politischen Gremien mit dem Projekt beschäftigen. Schultheiß rechnet jedoch vor der Kommunalwahl im März nicht mit einer Entscheidung.

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