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Schon fit am neuen Hightech-Einsatzfahrzeug der Nidderauer: Daniel Gold und Sebastian Mattes.

Nidderau Feuerwehr

Hightech-Wagen für Feuerwehr

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Die Freiwillige Feuerwehr Nidderau ist stolzer Besitzer eines neuen „Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug“. Der 410.000 Euro teure Hightech-Truck ist mit neuester Technik für die Rettung von Menschen ausgerüstet.

Qualifizierten, top trainierten Nachwuchs braucht die Freiwillige Feuerwehr Nidderau. Allein schon für ihr neues „Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug“, kurz HLF20. Seit Dezember steht der Wagen im Heldenbergener Feuerwehrstützpunkt und ist bereits Objekt intensiver Ausbildung und Schulung für alle, die hier aufsitzen müssen, um in Einsätze fahren, von denen sie nie wissen, was sie erwartet.

Der mit allem drum und dran 410.000 Euro teure Hightech-Truck für neun Mann Besatzung sei vergleichbar mit „einem großen Schweizer Taschenmesser, das alles kann“ und das Neueste und Modernste, was auf dem Markt ist, schwärmt Wehrführer Torsten Seifried.

Die Anforderungen an moderne Feuerwehren seien inzwischen so komplex, dass es mit Leiter, C-Rohr und Löschwasser alleine längst nicht mehr getan sei, erläutert Seifried auch mit Blick auf Nidderaus wachsendes Gewerbegebiet mit neuen möglichen Gefahrenlagen. So kann das neue Auto löschen, Unfall- und technische Hilfen und vieles mehr leisten. Der Laster auf MAN-Basis sei die größte genormte Ausführung dieses Einsatzfahrzeugtyps mit 1600-Liter-Löschwassertank, 200-Liter-Schaumvorrat, Sprungretter, Leitern, Seilwinde, Rettungsspreizer, -Schere und -Zylinder.

Drei Jahre habe die Planung und Vorbereitung gedauert, um den Wagen nach den spezifischen Bedürfnissen der Nidderauer zu bauen, ihn aus -und aufzurüsten. Seifried gibt zu bedenken, dass Freiwillige Wehren nie rund um die Uhr besetzt sind. So sei das Fahrzeug eigens dafür ausgerichtet, um auch mit weniger als neun Mann Besatzung voll einsatzfähig zu sein. Es könnte schließlich vorkommen, dass im Alarmfall mal nicht alle Ehrenamtlichen zu Stelle sein könnten.

Truppe setzt auf Nachwuchs

Um so wichtiger sei es, mit dem Gewinnen und Qualifizieren von künftigem Personal früh anzufangen. Bambini-Feuerwehr heißt die Nidderauer Truppe, bei der schon Knirpse ab sechs Jahren spielerisch per Brandschutzerziehung an Wesen und Zweck der Feuerwehr herangeführt werden. Dann kommt die Jugendwehr ab zehn Jahren, derzeit 14 Jungen und Mädchen stark. „Etwa 95 Prozent unseres Nachwuchses rekrutieren wir aus der Jugendfeuerwehr“, berichtet Seifried stolz. Je früher die Kinder- und Jugendarbeit beginnt, desto besser für den Bestand der Wehr und damit für die Sicherheit der Nidderauer.

Über 38 Aktive verfügt die Freiwillige Feuerwehr Nidderau derzeit insgesamt, verteilt auf den Stützpunkt in Heldenbergen und die Feuerwehrhäuser in den anderen Stadtteilen. Der 36-jährige Wehrführer hat gewissermaßen sein Hobby zum Beruf gemacht beziehungsweise umgekehrt. Hauptberuflich ist er bei der Frankfurter Berufsfeuerwehr, was sich laut Zugführer Dominik Naumann bestens auf Motivation und Professionalität der Nidderauer Ehrenamtler auswirkt.

Am Samstag, 1. Februar, 14 Uhr, wird das Super-Feuerwehrauto im Gerätehaus, Bahnhofstraße 21c, offiziell übergeben und in Dienst gestellt. Alle Nidderauer sind dazu eingeladen, es einmal persönlich kennen zu lernen, anzugucken und auch anzufassen.

www.feuerwehr-heldenbergen.de

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