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Die Glasfassade des Congress Parks Hanau.
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Die Glasfassade des Congress Parks Hanau.

Hanau Congress Park

Nicht nur für Auswärtige

  • Detlef Sundermann
    VonDetlef Sundermann
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Der Congress Park Hanau feiert sein zehnjähriges Bestehen. Am Geburtstag wird über die schwierige Geburt des einst umstrittenen Bauwerks geschwiegen. Laut der Stadt liegt die Belegung nach schwierigen Anfangsjahren nun auf einem guten Niveau.

Ob es mittlerweile ein geliebtes Kind der Hanauer geworden ist, ließ sich schwerlich erkennen. Am Sonntagmittag ist das zehnjährige Bestehen des Congress Park Hanau (CPH) gefeiert worden, und so recht war nicht einzuordnen, ob die Besucher zur zünftigen Brotzeit bei Weißwurst oder „Jubi-Haxe“ zu neun Euro im angrenzenden Paulaner Biergarten oder ob des runden Geburtstags gekommen waren. „Das CPH drückt den Aufbruch zu einer selbstbewussten Stadt aus“, sagte Oberbürgermeister Claus Kaminsky (SPD) zur Eröffnung.

Lange Reden der Stadtoberen gab es nicht. Das, was zu sagen war, ist den Anwesenden – gleich aus welchem Grund sie gekommen waren – in einer lockeren Gesprächsrunde mitgeteilt worden. Der OB lobte die mit dem Errichten des CPHs einhergehende Sanierung und Modernisierung der alten Stadthalle.

Umstrittene Pläne

„Mit dem Startschuss zum Congress Park ist Wunderbares nachgefolgt“, bemerkte Kaminsky. Allerdings räumte er ein, dass vor mancher städtebaulicher Entwicklung in der Altstadt immer noch ein Fragezeichen steht. Expressis verbis nannte er die Gestaltung des Schlossplatzes.

Die schwierige Geburt des Congress Parks blieb in der Talkrunde ausgespart, die von Stadtpressesprecher Joachim Haas-Feldmann moderiert wurde. Umstritten war der kühne Plan von Ex-OB Margret Härtel zur Landesgartenschau 2002, mit dem CPH aus Hanau eine Kongressstadt zu machen. Das zum CPH geforderte Hotel ist hingegen bis heute Wunschdenken geblieben.

Die einstige Rathauschefin ließ einen Neubau entwerfen, der an die Stadthalle anschließen sollte. Für den Neubau musste jedoch das von Vereinen genutzte Bürgerhaus fallen. Damit war der erste Ärger programmiert. Kaminsky, seinerzeit noch Stadtrat und Kämmerer, äußerte sich nicht allein ob der anderen Parteizugehörigkeit skeptisch über das ambitionierte Vorhaben. Die anvisierte Summe von 25 Millionen Euro passte schon damals nicht in das städtische Budget – noch viel weniger die Endsumme von mehr als 34 Millionen Euro.

Millionenzuschuss bleibt

Zu der gewaltigen Verteuerung hatte auch der umstrittene Bühnenturm für einen Schnürboden beigetragen. Das anfangs nicht vorgesehene Bauwerk schlug mit 1,4 Millionen Euro zu Buche. Einen echten Nutzen für den architektonisch eher störenden Turm, in dem Kulissen hoch gezogen werden können, gibt es bis heute nicht, weil die Bühnenbauten der Tourneetheater in der Waagerechten bewegt werden. Aus vielerlei Gründen blieb das CPH zum Start der Gartenschau Baustelle. Die offizielle Eröffnung war erst im Oktober 2003, ohne OB Härtel. Sie war fünf Monate zuvor wegen mutmaßlicher Vermischung von Privatem und Dienstlichem vom Bürger abgewählt worden. Nach den schwierigen Anfangsjahren scheint die Belegung nach Information der Stadt nun auf gutem Niveau zu liegen. Das Haus soll über das Jahr mit rund 350 Veranstaltungen zu drei Viertel ausgelastet sein. Das Gros bilden Tagungen und Messen. Kultur ist mit 17 Prozent Belegungsanteil vertreten. Zwölf Prozent beträgt die Belegungsquote der Stadt, etwa mit Parlamentssitzungen. 1,8 Millionen Euro muss die Stadt im Jahr dem CPH beisteuern. Das wird sich nach Auskunft aus dem Rathaus in Zukunft nicht ändern, hieß es. Kaminsky betonte gestern vielleicht auch deshalb, dass das CPH nicht nur für Auswärtige gebaut worden sei.

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