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Ein Windrad steht neben Hochspannungsleitungen.
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Ein Windrad steht neben Hochspannungsleitungen.

Schlüchtern Windpark

Neuer Windpark an der Autobahn

Das Regierungspräsidium Darmstadt hat einen neuen Windpark unweit der Stadtteile Wallroth und Kressenbach nahe Schlüchtern genehmigt. Die neue Anlage ersetzt fünf Geräte bei Wallroth-Breitenbach, die weniger energieeffizient sind. Alle Behörden haben sich bezüglich der neuen Anlage positiv geäußert.

Von Peter Hauff

Bei Schlüchtern kann ein Windpark mit neun Windkraftanlagen errichtet werden. Das Regierungspräsidium Darmstadt hat jetzt eine immissionsschutzrechtliche Genehmigung erteilt. Die unweit der Stadtteile Wallroth und Kressenbach entstehenden Windkraftanlagen mit fast 200 Metern Höhe haben eine Einzelleistung von drei Megawatt. Die Rotoren haben laut Hersteller einen Durchmesser von 116 Metern.

Der neue Windpark ersetzt fünf Windkraftanlagen der 500 Kilowatt-Klasse am Standort Schlüchtern. Die Geräte bei Wallroth-Breitenbach würden zurückgebaut, teilte ein Sprecher des Regierungspräsidiums mit.

Nach Mitteilung der Behörde war der Genehmigung eine gründliche Prüfung der Antragsunterlagen nach technischen Vorgaben und Rechtsvorschriften für Deutschland vorausgegangen. In den Augen der Gutachter sind von der Anlage „keine Umweltschäden und sonstige Gefahren zu befürchten“.

Der Gesetzgeber schreibt aber vor, die Interessen in der Nähe wohnender Menschen zu berücksichtigen. Deshalb gelten zwei Auflagen: Um aktuelle Lärmrichtwerte einzuhalten, dürfen zwei der Windräder nachts nur im „schallreduzierten Betrieb“ laufen, schreibt das Präsidium.

Automatische Ruhepausen

Einzelne Anlagen seien darüber hinaus mit einer Abschaltautomatik ausgerüstet, damit sie Anwohner nicht über Gebühr mit Schatten belästigen.

Trotzdem folgen natürlich Eingriffe in die Natur und Landschaft aus der Errichtung und dem Betrieb der Anlagen. „Die Eingriffe konnten zugelassen werden, weil sie auf ein Mindestmaß beschränkt wurden und durch Ausgleichsmaßnahmen kompensiert werden“, schreibt die Genehmigungsbehörde in Darmstadt.

Besondere Rücksicht erfährt laut Präsidium der Rotmilan, ein auf der Roten Liste stehender Greifvogel, der in Deutschland noch relativ häufig vorkommt. Um sicherzustellen, dass artenschutzrechtliche Verbote eingehalten werden, müssen zwei Anlagen temporär abschalten. Hinzu kommen eine spezielle Ackerbewirtschaftung und laufende Überprüfungen der Anlagen.

Im nun abgeschlossenen Verfahren mussten zahlreiche Fachbehörden und Kommunen ihre Stellungnahmen abgeben – sie äußerten sich alle positiv.

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