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Schöner einkaufen: Planerstudie mit Blick auf den künftigen Freiheitsplatz.
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Schöner einkaufen: Planerstudie mit Blick auf den künftigen Freiheitsplatz.

Stadtumbau Hanau

Neuer Plan für den Freiheitsplatz

  • Pamela Dörhöfer
    VonPamela Dörhöfer
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Hanaus OB Kaminsky fühlt sich "elektrisiert": Der Freiheitsplatz-Investor HBB kauft nun auch das Karstadt-Barthel-Areal und baut ein größeres Einkaufszentrum.

Das geplante Einkaufszentrum auf dem Freiheitsplatz vergrößert sich: Die Hanseatische Betreuungs- und Beteiligungsgesellschaft HBB aus Lübeck hat neben Teilen des Freiheitsplatzes nun auch das Gelände des ehemaligen Karstadt und des Sportgeschäfts Barthel sowie ein angrenzendes Wohngebäude der städtisches Baugesellschaft erworben.

Die Verträge mit dem Highstreet-Konsortium, Eigentümer der Warenhausimmobilie, und dem Investor ECE, der vor Jahren das Barthel-Haus gekauft hatte, sind nach langen, teils auch zähen Verhandlungen am vergangenen Freitag unterzeichnet worden. Die Entmietung der acht Wohnungen im Haus der Baugesellschaft sieht Oberbürgermeister Claus Kaminsky (SPD) als weniger schwierig an. Erste Gespräche habe es bereits gegeben.

„Wir sind glücklich und elektrisiert“, freute sich der Rathauschef gestern bei der Präsentation der Pläne. Für Hanau bestehe nun die „herausragende Möglichkeit“, als Einkaufsstadt „Magnetwirkung auf das Umfeld“ zu entfalten. HBB-Geschäftsführer Harald Ortner rechnet gar mit bis zu 460000 potenziellen Kunden.

Rund 150 Millionen Euro, doppelt so viel wie ursprünglich geplant, will das Familienunternehmen in das Großprojekt am Freiheitsplatz investieren, das im Besitz der Firma bleiben soll. Das im November eröffnete, ebenfalls von der HBB gebaute Postcarré wurde hingegen bereits an einen französischen Fonds veräußert, teilte Ortner mit.

Mit dem Erwerb des zusätzlichen Areals gewinnt das zunächst mit 15000 Quadratmetern Verkaufsfläche geplante Einkaufszentrum auf dem Freiheitsplatz 9000 Quadratmeter für Läden hinzu. Dieser Wert entspreche der früheren Fläche von Karstadt und Barthel und solle auf keinen Fall überschritten werden, erklärt Martin Bieberle, Leiter des Fachbereichs für Stadtentwicklung und Bürgerservice.

An der oberirdischen Planung des bisherigen HBB-Entwurfs für den Freiheitsplatz ändert sich nur wenig: Es bleibt bei dem bekannten dreigeschossigen Komplex aus vier einzelnen Gebäuden mit Läden und Restaurants sowie der Stadtbibliothek im zweiten Stock. Gegenüber soll nach den neuen Plänen nun ein etwa gleich hoher Bau entstehen, der mit dem Zentrum auf dem Freiheitsplatz über eine „Brückenpassage“ im ersten Geschoss verbunden wird. Ins Erdgeschoss und in den ersten Stock werden Geschäfte ziehen, oben bekommt die Verwaltung des Centers Büroräume.

Die Hammerstraße bleibt frei und ohne Dach, unterirdisch allerdings vereinen sich beide Teile: Es gibt eine gemeinsames „Basement“ mit Geschäften – vor allem aber wird die Tiefgarage direkt unter die Gebäude verlegt.

Damit bleibt der restliche Platz frei von einer Unterkellerung – was bedeutet: Ein Teil der Schnurbäume könnte stehen bleiben. Hoffnung gibt es auch für die große Platane neben dem verwaisten „Nordsee“-Pavillon. Dort soll nun ein kleiner Platz als Entrée des Zentrums geschaffen werden – mit dem Baum als Zierde. Beides ist aber noch nicht abschließend geklärt, ebenso wenig die genaue Architektur der Gebäude.

Der Zeitplan verändere sich durch die Aufstockung kaum, sagt Kaminsky: Das Parlament soll im April den erweiterten Bebauungsplan beschließen, Anfang 2012 soll mit dem Abriss und im Frühjahr mit dem Bau begonnen werden. Die HBB geht davon aus, dass die Händler im Einkaufszentrum dann schon das Ostergeschäft 2014 mitnehmen können.

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