Das Historische Museum in Philippsruhe: Vieles gilt es zu erhalten, vieles zu erarbeiten.
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Das Historische Museum in Philippsruhe: Vieles gilt es zu erhalten, vieles zu erarbeiten.

Hanau

Neue Freunde für die Kunst

  • Elena Müller
    vonElena Müller
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Ein Förderverein für das Historische Museum in Schloss Philippsruhe hat sich gegründet. Die 26 Mitglieder wollen sich für die Weiterentwicklung des Museums einsetzen.

Pünktlich zur Zeit der Vorbereitung für den anstehenden runden Geburtstag des Historischen Museums bekommt die Direktorin der städtischen Museen, Katharina Bechler, tatkräftige Unterstützung von Hanauer Kunstfreunden: Vor einigen Tagen wurde der Verein der „Freunde und Förderer des Historischen Museums Hanau Schloss Philippsruhe“ gegründet, bislang 26 Mitglieder wollen sich mit dem Verein für die Förderung und Weiterentwicklung des Historischen Museums im Schloss Philippsruhe einsetzen, das im kommenden Jahr sein 50-jähriges Bestehen feiert.

„Ich habe schon lange versucht, die Gründung eines solchen Vereins zu initiieren, sagt die erste Vorsitzende, Margarete Dausien. „Doch es wollte nie jemand machen, also habe ich es in die Hand genommen, sonst wäre das nichts mehr geworden“, fügt sie lachend hinzu.

Mehr Mitglieder ins Boot holen

Bechler habe sich ein solches Engagement ebenso gewünscht, erzählt die stellvertretende Vorsitzende, die Stadtverordnete Hildegard Geberth. Gemeinsam mit ihr und dem ehrenamtlichen Stadtrat Lutz Wilfert nahm Dausien das Projekt nach ihrer Aussage schließlich in Angriff. Bis Ende des Jahres hätte sie gerne 50 Mitglieder im Verein, sagt Dausien.

Ihre Mitstreiterin Geberth ist da zuversichtlich: „Wir haben noch über 90 Interessenten auf der Liste, manche von ihnen konnten nicht zur Gründungssitzung kommen, deshalb werden wir sie nun noch einmal anschreiben“, erzählt Geberth. Es gebe in Hanau viele Leute, die sich für die Kunst interessieren und einsetzen möchten und die weiteres Potenzial im Historischen Museum erkennen, so Geberth. „Wir müssen sie nur noch davon überzeugen, in den Verein einzutreten“, fügt Dausien hinzu.

Denn natürlich gilt beim Prinzip eines Fördervereins neben der Gemeinnützigkeit: Je mehr Mitglieder desto besser, denn der Verein hat viel vor: Das Angebot für jüngere Besuchter, für Familien mit Kindern soll ausgebaut werden, um neue Zielgruppen mit den Ausstellungen des Historischen Museums anzusprechen.

„Es gibt sehr viele Bilder, die restauriert werden müssen“, sagt die Vereinsvorsitzende Dausien. „Wir würden gerne dazu beitragen, dass nacheinander zumindest ein paar davon restauriert werden können.“ Ein weiterer Punkt, dessen sich der Verein laut Dausien gerne annehmen würde, ist das Archiv. Dort gebe es viel Material, dass es zu bearbeiten gelte und für das eine neue Ordnung erarbeitet werden müsse.

Es habe bereits jemand Interesse bei ihr angemeldet, die Sammlung zu fotografieren und so zu einer besseren Organisation des Bestandes beizutragen. Neben dem thematischen Fokus auf Familien mit Kindern und Jugendlichen ist es Geberth auch wichtig, Vergünstigungen für Familien, Auszubildende, Schüler und Studenten anbieten zu können, sowie den Mitgliedsbeitrag möglichst niedrig zu halten, um einen Anreiz für möglichst viele Kunstinteressierte zu schaffen, sich in der Arbeit des neuen Vereins einzubringen.

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