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Das Klima zwischen Hammersbach und Nidderau hat sich abgekühlt. Grund sind Berichte über eine Bauvoranfrage eines Windkraftanlagen-Investors. In der Kritik steht der Hammersbacher CDU-Bürgermeisterkandidat Achim Wächtler, der "Interna aus einer nicht öffentlichen Sitzung herausposaunt", ärgert sich Nidderaus Rathauschef Gerhard Schultheiß (SPD).
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Das Klima zwischen Hammersbach und Nidderau hat sich abgekühlt. Grund sind Berichte über eine Bauvoranfrage eines Windkraftanlagen-Investors. In der Kritik steht der Hammersbacher CDU-Bürgermeisterkandidat Achim Wächtler, der "Interna aus einer nicht öffentlichen Sitzung herausposaunt", ärgert sich Nidderaus Rathauschef Gerhard Schultheiß (SPD).

Nidderau

Neue Debatte über Windräder

Ein Hammersbacher CDU-Politiker gibt vertrauliche Informationen aus einer nicht öffentlichen Sitzung weiter und sorgt damit für Ärger bei den Nachbarn in Nidderau. Das sei "ein Vertrauensbruch erster Güte".

Von Jörg Andersson

Das Klima zwischen Hammersbach und Nidderau hat sich abgekühlt. Grund sind Berichte über eine Bauvoranfrage eines Windkraftanlagen-Investors. In der Kritik steht der Hammersbacher CDU-Bürgermeisterkandidat Achim Wächtler, der "Interna aus einer nicht öffentlichen Sitzung herausposaunt", ärgert sich Nidderaus Rathauschef Gerhard Schultheiß (SPD).

In einer gemeinsamen Ausschusssitzung sei "hinter verschlossenen Türen über einen geplanten Windpark" debattiert worden, um das Thema ohne Bürgerbeteiligung "durchzuboxen", hatte Wächtler berichtet. "Ein Vertrauensbruch erster Güte", ärgert man sich in Nidderau.

Der Gremiumsvorsitzende Gerhard Störkel (CDU) erteilte einem weiteren gemeinsamen Vorgehen eine Absage. Offenbar habe die Union in Hammersbach eine falsche Rechtseinschätzung. Eine Bauvoranfrage müsse nicht öffentlich behandelt werden. Deshalb werde aber die Bürgerbeteiligung in Nidderau nicht vernachlässigt, wie frühere Verfahren zu Windrädern zwischen Eichen und Erbstadt bewiesen.

Als "völligen Humbug" bezeichnet Schultheiß Bemerkungen, wonach angeblich 20 Rotoren rund um die Biogasanlage Ostheim geplant seien. Tatsache sei allerdings, dass im Rathaus bereits vier potenzielle Anlagenbetreiber angeklopft hätten, die teilweise mit den Eigentümern der Flächen schon Vorverträge abgeschlossen hätten. Das sei die Folge der unzureichenden Windvorrangsflächenausweisung durch den Planungsverband. In der Konsequenz gelten Windanlagen im Außenbereich nun wieder als privilegierte Bauvorhaben. "Durch den Paragrafen 35 droht uns jeden Tag ein neues Projekt", so der Bürgermeister.

Auch wenn man keine Verspargelung der Landschaft wolle, seien Projekte kaum zu stoppen und eine Verhinderungsplanung kein probates Mittel. So habe die Stadt Friedberg versucht, den Bau von fünf Windrädern im Stadtteil Bruchenbrücken zu bremsen, indem das Parlament beschloss, den Bau von Windrotoren auf eine Nabenhöhe von 50 Metern zu begrenzen, um die wirtschaftliche Erzeugung von Windenergie zu erschweren. Das unterband jedoch der hessische Verwaltungsgerichtshof in Kassel.

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