Hanau

Stadt übernimmt gesetzliche Eingliederungshilfe

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Die Stadt Hanau übernimmt ab 2020 die gesetzliche Eingliederungshilfe. Am 13. Mai entscheidet das Stadtparlament darüber.

Die Stadt Hanau übernimmt zum 1. Januar 2020 die ihr zugewiesenen gesetzlichen Aufgaben der Eingliederungshilfe für körperlich, geistig und mehrfachbehinderte Kinder sowie Menschen, deren Eingliederungsbedarf erstmalig nach Renteneintritt auftritt, ohne von der Möglichkeit einer Rückgabe an den Sozialhilfeträger Main-Kinzig-Kreis Gebrauch zu machen. Das hat laut Mitteilung aus dem Rathaus der Magistrat entschieden. Das Stadtparlament werde am 13. Mai final darüber entscheiden.

„Die zusätzlichen anstehenden Personal- und Verwaltungskosten in Höhe von 770 000 Euro jährlich werden von der Stadt Hanau übernommen, insofern das Regierungspräsidium Darmstadt den Haushalt genehmigt“, erläutert Bürgermeister Axel Weiss-Thiel (SPD) in der Mitteilung.

Für die Stadt Hanau empfehle das Fachamt die Gründung des neuen Fachdienstes „Inklusion und Teilhabe“. Das Team werde vorerst mit sieben sozialpädagogischen Fachkräften verstärkt. Die wirtschaftliche Sachbearbeitung werde mit drei qualifizierten Sachbearbeitungen verstärkt. Des Weiteren werde eine Leitungskraft benötigt und eine Assistenz. „Das Personal muss zum 1. Oktober 2019 akquiriert sein, da immenser Schulungsbedarf besteht und wir zum 1. Januar die Fallbearbeitung in Gänze zu übernehmen haben“, erläuterte der Bürgermeister.

„Da die Stadt Hanau im Zuge ihrer Bestrebungen, zum 21. April 2021 kreisfrei zu werden, auf dem Weg ist, alle Aufgaben einer kreisfreien Stadt nach und nach zu übernehmen, ist die Übernahme der Eingliederungshilfe zum Januar 2020 äußerst sinnvoll“, kommentiert Weiss-Thiel. 

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