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Vom Büro ins Drachenboot: Gemeinsam paddeln stärkt den Teamgeist, hier trainiert das Team der Sparkasse.
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Vom Büro ins Drachenboot: Gemeinsam paddeln stärkt den Teamgeist, hier trainiert das Team der Sparkasse.

Hanau

Nass werden sie alle

Bei der Ski- und Kanugesellschaft paddeln sich die Mannschaften für das Bürgerfest warm. Rund zwanzig Teams werden beim Drachenbootrennen antreten.

Von Sebastian Meineck

Am schlüpfrigen Kinzigufer treten zwanzig Männer in Zweierreihe von einem Fuß auf den anderen, das Paddel in der Hand. Dass es regnet, stört sie nicht. „Heißt ja auch Wassersport!“, scherzen sie, während Drachenbootwart Michael Römhild das Boot an den Steg heranzieht. Die Mannschaft trainiert für das Drachenbootrennen beim Hanauer Bürgerfest, rund zwanzig Teams werden antreten, heute übt die Sparkasse Hanau auf der Kinzig.

„Der Spaß ist wichtiger als der Wettkampf“, erklärt Michael Römhild von der Ski- und Kanugesellschaft Hanau. „Vor drei Jahren war das alles eher ein Wettbewerb, da kamen auch Teams aus Gießen, Marburg, Frankfurt.“ Doch wenn es alle zu ernst nehmen, könnte das schon mal die Stimmung drücken, so Römhild. „Dann beschweren sich Leute, dass zum Beispiel der Start unsauber war. Und das sollte nicht im Vordergrund stehen.“ Deshalb setzt die Ski- und Kanugesellschaft seit drei Jahren demonstrativ auf Spaß beim Drachenbootrennen. „Unsere Rennstrecke ist absichtlich länger als die offizielle“, erklärt Römhild, „nämlich 223 statt 200 Meter. Fast alle Teilnehmer kommen nun aus Hanau. Und sie dürfen sich verkleiden.“

So habe es schon ein Schwarzwaldmädchen oder einen orange-strahlenden Müllmann als Trommler gegeben. Oder aber eine Horde Eisbären und Giraffen.

„Meine Frau erwartet mich trocken!“

Das Team der Sparkasse hat sich rote T-Shirts als Trikot ausgesucht. 2012 hatte das Team das letzte Mal gewonnen, der amtierende Sieger sind die „K’Town Pirates“. Nicht nur Hanauer Unternehmen wie auch die Stadtwerke oder Evonik schicken ihre Mitarbeiter aufs Wasser, erzählt Römhild, auch einige Freundeskreise vom Stammtischen sind dabei sowie Schülergruppen wie das Team der Otto-Hahn-Schule.

Thomas Spartler klettert als erstes auf das Drachenboot, das munter hin und her schwankt. Er hat kein Paddel bei sich, sondern eine Trommel, wird seinen Kollegen helfen, den Rhythmus zu finden. Das Team gibt dem Trommler einen Tipp: „Als guter Rhythmusgeber hat sich der Song We will rock you bewährt.“ Die Männer steigen ins Boot, es wird eng, jemand ruft: „Wackel nicht so!“ und ein anderer scherzt: „Meine Frau erwartet mich trocken!“

„Der Sport ist sicher“, beruhigt Friedrich Weidert, zweiter Vereinsvorsitzender und Urgestein der Ski- und Kanugesellschaft Hanau. „Kentern tut fast keiner, aber natürlich wird man nass, weil die Paddel tropfen.“ Das Schwierigste sei es, den Rhythmus zu halten und das Paddel eng am Körper vorbei ins Wasser zu stechen, so Weidert. Eine Minute für 200 Meter, das sei eine gute Zeit für die Hanauer Teams, die Bestzeiten liegen bei etwa 50 Sekunden.

Zwei Mal wird jedes Team beim Bürgerfest sein Bestes geben, die schnellsten vier liefern sich dann ein Finale um den Pokal. Die Boote werden von einer Firma gestellt – inklusive Drachenkopf und Drachenschwanz. Michael Römhild am Steuer hebt seine Stimme: „Und eins, zwei, drei, vier!“ Die Männer stechen ihre Paddel ins Wasser, der Trommler setzt ein, das Drachenboot gleitet die Kinzig hinauf Richtung Main.

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