+
Eindreiviertel Jahre lang lag die Fähre am Ufer. (Archiv)

Mühlheim

Fähre steht still

  • schließen

Gerade einmal vier Stunden nach der Inbetriebnahme der Mühlheimer Fähre wird sie schon wieder still gelegt.

Nicht einmal vier Stunden lang hat die Jungfernfahrt der Mühlheimer Mainfähre am gestrigen Montag gedauert. Gegen 10.45 Uhr rissen nach Angaben von Dieter Klippel, Dienststellenleiter der Wasserschutzpolizei, plötzlich die Steuerungsseile, die in einer Art Trapezverbindung am sogenannten Gierseil hängen und die Fähre nach rechts und links bewegen. Dadurch wurde das Schiff manövrierunfähig. Es liegt jetzt wieder vertäut auf seiner Liegeposition am Maintaler Ufer. Gutachter der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung gehen der Ursache für den Seilriss auf den Grund, die Wasserschutzpolizei vernahm gestern Zeugen.

Eindreiviertel Jahre, nachdem den Alt-Pächtern der Wagenfähre wegen Sicherheitsmängeln gekündigt worden war, hatte das Schiff gestern um 7 Uhr erstmals wieder vom Maintaler Ufer abgelegt. Knapp vier Stunden später ereignete sich dann der Zwischenfall. „Das sah spektakulärer aus als es war“, sagt Klippel. Zu keinem Zeitpunkt habe für die Fahrgäste in den zwei Autos und für die drei Mann Besatzung – samt neuem Pächter Mahir Kolbüken – Gefahr bestanden. „Die Fähre hing noch am Hauptseil, hätte zu keinem Zeitpunkt abtreiben können.“ 

Die Feuerwehren aus Mühlheim und Maintal waren im Einsatz und sicherten die Fähre gemeinsam mit einem Löschboot der Feuerwehr Hanau. Das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Aschaffenburg, Außenbezirk Hanau, schickte ein Arbeitsboot mit einem Hebekran, um das Gierseil aus dem Wasser zu hieven zu untersuchen und die Fähre ans Ufer zu schleppen. „Erst als das Schiff dann sicher an Land lag, wurde auch das Hauptseil gelöst“, so Klippel.

„Seil und Seilwinde waren neu“, sagt Sandra-Kristin Klauß, Pressesprecherin des Kreises Offenbach. Die Fähre könne einstweilen nicht in Betrieb genommen werden, „bis wir definitiv wissen, was die Ursache ist“, erklärt Klippel. Der Main war für die Dauer der Bergung bis 13.30 Uhr für die Schifffahrt gesperrt.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare