Hanau

Mit Moratorium zufrieden

  • Detlef Sundermann
    vonDetlef Sundermann
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Der Schulelternbeirat der Tümpelgarten-Schule in Hanau lobt die Grünen für ihren Beschluss, die Sekundarstufe I samt Förderstufe zu erhalten. Die Entscheidung der Grünen sei keine „Rolle rückwärts“, notiert in der Mitteilung Robert Schimanski, Vorsitzender des Schulelternbeirats der TGS.

Der Schulelternbeirat der Tümpelgarten-Schule (TGS) begrüßt in einer Mitteilung den Beschluss der Grünen, die Sekundarstufe I samt Förderstufe zu erhalten. Der Ortsverband der Grünen hatte hierzu am vergangenen Donnerstag nach einer Anhörung der Elternvertreter mehrheitlich einen Antrag verabschiedet.

Demzufolge soll vor einer Schließung der weiterführenden Klassen ein Moratorium gesetzt werden. Es soll drei Jahre dauern. Erst dann soll eine unabhängige Prüfung zeigen, ob der Haupt- und Realschulzweig samt Förderstufe an der TGS eine Zukunft mit einer ausreichenden Schülerzahl besitzt. Der Antrag ist für die Grünen-Fraktion im Stadtparlament nicht bindend.

Die Entscheidung der Grünen sei keine „Rolle rückwärts“, notiert in der Mitteilung Robert Schimanski, Vorsitzender des Schulelternbeirats der TGS. Dies gelte eher für die Entscheidung von Bildungsdezernent Axel Weiss-Thiel (SPD), „der entgegen früherer Absicht, die Tümpelgarten-Schule auszubauen, plötzlich im vergangenen Jahr eine Kehrtwende vollzog“.

Auf Anfrage der FR bemerkt Schimanski, „mit einem Moratorium könnte sich die Schulgemeinde sehr zufrieden geben“. Die TGS werde weiterhin benötigt, auch wegen der zu erwartenden Neubürger. Schimanski macht dies an der kommenden Jahrgangsstufe fünf fest, die ob der Nachfrage wieder dreizügig ausfallen werde. „Die Eltern lassen sich nicht beirren von Aussagen, dass die Tümpelgarten-Schule abgewickelt wird.“ An der TGS gebe es die letzte Förderstufe in Hanau. Eltern wüssten um deren Bedeutung für die Chancen ihrer Kinder, so Schimanski.

Der Elternbeirat gibt sich nicht geschlagen. Möglicherweise soll es zu einer Demonstration an dem Tag kommen, an dem die Stadtverordneten den Entwurf zum Schulentwicklungsplan beraten und verabschieden, heißt es. Der Beschluss könnte bis März erfolgen, damit der Plan nach Genehmigung des Kultusministeriums mit dem Schuljahr 2015/16 in Kraft treten kann.

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