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Monika Böttcher: „Gehe auf alle Fraktionen zu“

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Von: Gregor Haschnik

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Monika Böttcher (parteilos) ist seit Januar 2016 Maintals Bürgermeisterin. Mike Bender
Monika Böttcher (parteilos) ist seit Januar 2016 Maintals Bürgermeisterin. Mike Bender © privat

Bürgermeisterin freut sich über Sieg und blickt nach vorn.

Sie freue sich riesig, das Ergebnis sei ein „ein klarer Auftrag“, sagt Maintals Bürgermeisterin Monika Böttcher (parteilos) am Montagnachmittag. Es ist keine zwölf Stunden her, dass die spannende Wahl mit ihrem Sieg im ersten Durchgang endete, denn die Auszählung dauerte bis fast zwei Uhr in der Nacht. Erst dann stand fest, dass Amtsinhaberin Böttcher ihre Kontrahenten Götz Winter (CDU) und Martin Spichal (SPD) nicht nur deutlich distanziert, sondern auch die 50-Prozent-Marke überschritten hatte, wenn auch knapp. Bei der Wahl 2015 hatte sich die 53-Jährige in der Stichwahl gegen Sebastian Maier (SPD) durchgesetzt.

Böttcher sprach auch deshalb von einem „großen Erfolg“, weil sie gegen Kandidaten aus zwei großen Parteien antrat, die in Maintal ebenfalls viel Zuspruch haben und in der Stadtverordnetenversammlung zusammen mit der FDP eine Kooperation bilden. Als Schlüssel zum Erfolg nennt die Bürgermeisterin, für die sich die Grünen ausgesprochen hatten, eine „gute Wahlkampagne“, mit vielen Gesprächen vor Ort, mit digitalen Angeboten und Unterstützer:innen aus ganz unterschiedlichen Bereichen. Außerdem seien die Leute „zufrieden mit der Entwicklung Maintals in den vergangenen Jahren und möchten, dass ich diese fortsetze“. Maintaler:innen mit Migrationsgeschichte hätten beispielsweise gelobt, dass sie eine Bürgermeisterin für alle sei.

Es sei richtig gewesen, im Wahlkampf Schwerpunkte auf Themen wie bezahlbaren Wohnraum, Ausbau der Kinderbetreuung oder Digitalisierung zu legen, weil diese die Menschen im Ballungsraum Rhein-Main nun einmal intensiv beschäftigten. Diese „Daueraufgaben“ wolle sie in den nächsten Monaten – neben Projekten wie der Aufwertung des Mainufers oder der Ortskerne – weiter bearbeiten und zwar gemeinsam mit der Kooperation und den anderen Fraktionen im Parlament: „Wir können unterschiedlicher Meinung sein, aber angesichts der vielen wichtigen Aufgaben für die Zukunft ist es wichtig, dass wir insgesamt stärker an einem Strang ziehen. Ich gehe weiterhin auf alle zu.“ In der Vergangenheit hatte es Differenzen gegeben.

CDU-Kandidat Winter, der gerne zumindest in die Stichwahl gekommen wäre, sagt: „Uns war klar, dass es schwierig werden würde, die Amtsinhaberin herauszufordern, aber wir wollten ein gutes Angebot machen.“ Die Wählerinnen und Wähler hätten gesprochen; er gratuliere Monika Böttcher, so Winter. Rückenwind aus dem Bund habe es nicht gerade gegeben, aber das Resultat sei recht eindeutig. Seine Fraktion werde professionell mit Böttcher zusammenarbeiten. Es gehe um die Stadt. Wie gut die Kommunikation funktioniere, liege auch in der Hand der Bürgermeisterin.

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