Main-Kinzig-Kreis

Mehr Geld für Wohnungsbau

  • Detlef Sundermann
    vonDetlef Sundermann
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Der Kreis stockt das Förderprogramm um vier Millionen Euro auf. Landrat Thorsten Stolz (SPD) ermahnt die Landesregierung, mehr für den sozialen Wohnungsbau zu unternehmen.

Die offenbar gute Haushaltslage des Main-Kinzig-Kreises wird sich mittelfristig auch positiv auf den Wohnungsmarkt auswirken. Das vom Kreis aufgelegte Programm zur Schaffung preisgünstigen Wohnraums ist vom Kreisausschuss auf zwölf Millionen Euro aufgestockt worden, teilt Landrat Thorsten Stolz (SPD) mit. Die ursprüngliche Fördersumme von 7,7 Millionen Euro sei bereits zu rund 60 Prozent verplant und durch entsprechende Anträge aus den Kommunen gebunden.

Laut Stolz sind mittlerweile 222 Wohneinheiten in sechs Kommunen geplant, beantragt oder schon finanziert. Es sei davon auszugehen, dass in den kommenden Monaten weitere Projekte folgen werden. Mit der Aufstockung der Fördersumme für die Infrastruktur wolle der Kreis den Prozess weiter ankurbeln. Dazu gibt es eine Baukostenbeteiligung, der etwa für eine Zwei-Zimmer-Wohnung mit 60 Quadratmetern rund 19 000 Euro beträgt. Für eine Drei-Zimmer-Wohnung mit 75-Quadratmeter gibt es 23 000 Euro und für den Bau einer 90-Quadratmeter-Wohnung mit vier Zimmern 28 000 Euro.

Landrat Stolz appelliert an Städte und Gemeinden im Main-Kinzig-Kreis, das Förderprogramm stärker in Anspruch zu nehmen und die entsprechenden Grundstücksflächen für Projekte zur Schaffung von bezahlbarem Wohnraum bereit zu stellen. Die Schaffung preisgünstigen Wohnraums habe dabei vor allem im westlichen Kreisgebiet eine hohe Priorität.

Der Kreis könne jedoch die Probleme auf dem Wohnungsmarkt nicht alleine lösen, notiert Stolz. In Anbetracht des starken Zuzugs in die Ballungsräume stünden auch Bund und Land in der Pflicht, entsprechend hohe Budgets zum Bau neuer Mietwohnungen aufzulegen.

Außerdem müssten Bund und Land flexibler und bedarfsgerechter agieren als bisher, damit beispielsweise die Finanzmittel aus dem sozialen Wohnungsbau auch tatsächlich abgerufen würden, merkt der Landrat an. Hierbei erhebt er auch Kritik an der schwarz-grünen Landesregierung. „Insbesondere Hessen hat einen enormen Nachholbedarf in Sachen sozialer Wohnungsbau“, so der Landrat.

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