Maintal

Maintal erinnert an Zwangsarbeit und Todesmärsche

  • Jochen Dietz
    vonJochen Dietz
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Im März jährt sich der Todesmarsch der KZ-Häftlinge aus den Adler-Kleyer-Werken zum 75. Mal. Das Maintaler Brüder-Schönfeld-Forum will an die Schicksale der Opfer erinnern.

Ende März jährt sich der Todesmarsch der KZ-Häftlinge aus den Adler-Kleyer-Werken im Frankfurter Gallusviertel zum 75. Mal. Er führte auch durch das heutige Maintal. Anlass für das Maintaler Brüder-Schönfeld-Forum, an das grausame Ende der scheinbar harmlos beginnenden Zwangsarbeit zu erinnern, so die Ankündigung des Vereins.

Die ersten Kriegsgefangenen im Gebiet der heutigen Stadt Maintal seien Polen gewesen, die bereits im November 1939 nach Wachenbuchen gekommen seien. Entsandt worden seien sie damals vom Stammlager IX A im nordhessischen Ziegenhain, wo später auch der frühere französische Staatspräsident Francois Mitterand inhaftiert gewesen sei.

Karin Brandes, die Leiterin der heutigen Gedenkstätte „Trutzhain“, so der heutige Name des Lagers Ziegenhain, kommt am 19. März nach Wachenbuchen, wo sie erläutern wird, wie der Einsatz von Kriegsgefangenen damals organisiert war und welchen Status ausländische, zivile Männer und Frauen in der Zwangsarbeit hatten.

Nach Umwidmung des Frankfurter Schullandheims bei Bad Orb zum Stammlager IX B seien die Kriegsgefangenen nicht mehr aus Nordhessen, sondern von der „Wegscheide“ zugewiesen worden. Das Schönfeld-Forum habe dort für den 26. April eine Führung organisiert. jo

www.brueder-schoenfeld-forum.de

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