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Das Mainufer mit dem ehemaligen Fähranleger soll für Freizeit- und Erholungszwecke umgestaltet werden.
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Das Mainufer mit dem ehemaligen Fähranleger soll für Freizeit- und Erholungszwecke umgestaltet werden.

Maintal

Maintal: Ein Stadtpark am Main

  • Detlef Sundermann
    VonDetlef Sundermann
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Bürger:innen und Bürger sind aufgerufen, an Konzept und Umgestaltung des Mainufers in Maintal mitzuarbeiten. Dafür gibt es auch 732 000 Euro von Bund und Land.

Maintal will künftig mehr am Fluss bieten als spazieren gehen oder radeln. Die Uferzone im Stadtteil Dörnigheim soll stärker als Freizeit- und Erholungsraum, als Stadtpark fungieren, ohne die Natur über Gebühr zu strapazieren. Ideengeber und Mitplaner sollen die Maintaler:innen sein. Grundlage bilden hierbei das seit 2017 geltende Stadtleitbild und das Integrierte städtebauliche Entwicklungskonzept (ISEK), das 2019 mit Bürger:innen aufgestellt und im Jahr darauf vom Stadtparlament beschlossen wurde.

Im Fokus steht der Uferstreifen zwischen Braubach-Mündung und Frauenhain sowie die Mainaue westlich der Mühlheimer Schleuse. Für das Projekt erhält die Stadt aus dem Bund-Länder-Programm „Wachstum und Nachhaltige Erneuerung“ 732 000 Euro.

Das Konzept gliedert sich in vier Teile: Landschaft- und Verkehrsplanung, Beleuchtung, Beschilderung sowie ein Mehrgenerationenspielplatz, wo einst die Fähre nach Mühlheim anlegte. Im Juni 2020 hatte der Kreis Offenbach als Besitzerin der Gierfähre (am Seil geführt) für bis zu sechs Autos mangels Betreiber und Rentabilität den Betrieb nach 115 Jahren eingestellt. Die Entscheidung stieß in Maintal auf Protest. Im Stadtleitbild wurde daraufhin eine Schwebefähre aufgenommen, die unter einem Brückenbauwerk hängt.

DIE BETEILIGUNG

Drei Planungsbüros und interessierte Bürger:innen sollen ein „transdisziplinäres Projektteam“ bilden.

Anmeldung bei Projektleiterin Christine Thomas unter: wachstum.erneuerung@maintal.de.

Die Planungsphase soll bis Frühjahr 2023 abgeschlossen sein. sun

www.maintal.de

Ob diese Idee nun realisiert werden kann, hängt vermutlich nicht allein vom Geld ab. Denn mit der Einstellung der Fähre ist die Diskussion über eine Autobrücke wieder aufgekommen. Die Verkehrsbehörde Hessen Mobil ist bereits von den beteiligten Kommunen und Landkreisen mit einer Studie beauftragt worden.

Zur Maintaler Planungshoheit in der Uferzone zählen jedoch auf jeden Fall die Autos, die auf Parkflächen an der Uferstraße abgestellt werden, Fußgänger und Radfahrer. „Ziel ist es, diese Interessens- und Nutzungkonkurrenzen zu entzerren“, heißt es von der Stadt auf Anfrage. Der Abschnitt zwischen Mühlheimer Straße und Schwanengasse zählt damit zu den neuralgischen Punkten. Obwohl dort Fußgänger einen separaten Weg haben, ziehen diese oft die parallel verlaufende Strecke für Autos und Velos vor. Diese Straße ist asphaltiert und bei nassem Wetter oder mit dem Kinderwagen angenehmer zu bewältigen als ein Weg mit wassergebundener Decke. Eine „klarere Zuordnung und Beschilderung“ sowie eine „attraktive Wegführung“ soll Abhilfe schaffen, heißt es.

Bei den Spielplätzen will die Stadt das Miteinander von Jung und Alt fördern und wohl auch dem demografischen Wandel folgen. Geplant ist, „Bewegungs- und Begegnungsflächen“ zu schaffen, die für alle Generationen nutzbar sind. Der Rat der Bürger:innen soll in deren Konkretisierung einfließen.

In der Konzeptphase, die von drei Planungsbüros geleitet wird, gilt es auch, den schmalen Grat zwischen intensiver Freizeitnutzung und dem Landschaftsschutz Hessische Mainauen zu wahren. Die Fläche zwischen Ortslage und Staustufe besitzt zudem den Status eines Flora-Fauna-Habitats.

Bürgermeisterin Monika Böttcher (parteilos) bemerkt, dass der „natürliche Charakter des Mainufers unterstrichen und die unterschiedlichen Nutzungen berücksichtigt werden“. Es sei zudem eine Auflage des Bund-Länder-Programms, „die ökologischen und landschaftlichen Qualitäten am Mainufer und damit verbunden die Lebens- und Aufenthaltsqualität der Menschen zu erhöhen“.

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