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Im Vogelberg sei der Grundwasserspiegel stark gesunken.
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Im Vogelberg sei der Grundwasserspiegel stark gesunken.

Main-Kinzig

Main-Kinzig: „Zahlreiche Quellen sind versiegt“

Der BUND, fordert, weniger Grundwasser im Vogelsberg zu fördern und übt dabei auch Kritik an der Versorgung Frankfurts,

Der Kreisverband Main-Kinzig des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) fordert, die im Vogelsberg geförderten Mengen an Grundwasser deutlich zu reduzieren und die Wasserversorgung der Stadt Frankfurt umzustellen. Damit unterstützt der Kreisverband etwa den Bürgermeister der Gemeinde Brachttal, Wolfram Zimmer (CDU), die Freien Wähler (FW) dort und die Gemeindevertretung aus der Nachbarkommune Birstein, die ebenfalls Kritik übten.

Der 1963 gegründete Wasserverband Kinzig (WKV) versorgt Frankfurt, Hanau und den Main-Kinzig-Kreis mit Wasser aus Brachttal und Birstein. Das Gros, etwa 78 Prozent, wird nach Frankfurt gepumpt. Derzeit steht ein neuer Antrag beim Regierungspräsidium Darmstadt zur Debatte, mit dem die zu entnehmende Menge für die nächsten 30 Jahre erhöht werden solle.

Aufgrund der jahrzehntelangen Förderung seien „zahlreiche Quellen versiegt und Bäche trockengefallen“, protestiert der BUND-Kreisvorsitzende Bodo Delhey. Der Grundwasserspiegel sei stark gesunken, Felder und Bäume hätten nicht genug Wasser. Frankfurt müsse, wie andere Städte, auf Flusswasseraufbereitung durch Uferfiltration setzen und ein Brauchwassersystem aufbauen.

Das als Trinkwasser aufbereitete Grundwasser werde auch in Frankfurter Toiletten benutzt. Bei gut 750 000 Einwohner:innen sowie vielen Einpendelnden werde die Spülung pro Tag mindestens eine Million Mal genutzt. „Mit neun Litern pro Spülvorgang werden täglich neun Millionen Liter bestes Trinkwasser in den Toiletten verbraucht“, kritisiert Delhey. Er fordert den WKV zudem auf, Wasser des Kinzigstausees bei Ahl als Trinkwasser aufzubereiten.

Der WVK erklärte kürzlich, die Sorgen sehr ernst zu nehmen, wies Kritik aber zurück: Für den Schutz der Natur sei nicht die Höchstfördermenge entscheidend, sondern „die Begrenzung der Fördermengen nach der tatsächlichen, lokalen Grundwasserverfügbarkeit für die Biotope“. Diese werde laufend per Pegelmessung bestimmt. Die Fördermenge lasse sich flexibel auf andere Brunnen verlagern. Eine 30-jährige Laufzeit biete unter anderem Planungssicherheit für Investitionen. gha

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