Hanau

Stausee soll attraktiver werden

  • Gregor Haschnik
    vonGregor Haschnik
    schließen

Der Kreis und die Stadt Bad Soden-Salmünster wollen auf dem Rundweg bei Ahl 1,2 Millionen Euro für Spielplätze, Aussichtspunkte und Umweltpädagogik ausgeben.

Gut sieben Kilometer lang ist der Rundweg am Kinzigstausee bei Ahl. Die Talsperre staut hier die Kinzig zwischen Bad Soden-Salmünster und Steinau. Der in einem Naturschutzgebiet gelegene Weg ist vor allem aufgrund seiner Tier- und Pflanzenwelt interessant, kaum wegen touristischer Angebote. Das soll sich ändern: Der Zweckverband Erholungsanlagen Stausee, die Stadt Bad Soden-Salmünster und der Main-Kinzig-Kreis wollen hier für 1,2 Millionen Euro „Ardeas Seenwelt“ entstehen lassen. Der Name ist an eine Gattung der Reiher angelehnt, die oft am See gesichtet werden.

Nach den Worten der Ersten Kreisbeigeordneten Susanne Simmler (SPD) ist eine „Lern- und Erlebniswelt“ geplant, an deren Stationen – 16 werden es sein – die Besucher einer Ardea-Figur begegnen. Das Maskottchen werde auf den Schautafeln eine „Geschichte von Wasser, Tieren und Natur“ erzählen.

Zum künftigen Freizeitangebot sollen unter anderem ein großer Wasser- und Sandspielplatz für Kinder, Klettergerüste, ein Aussichtspunkt mit Fernrohr und ein neuer Steg als Startpunkt für Tretbootfahrer und Stand-up-Paddler gehören sowie Liegemöbel und ein riesiges „Nest“, in das man sich legen kann.

Ziel sei es, besonders Familien anzusprechen, aber auch Radfahrer, Tagestouristen und Schulklassen aus der Region. Der derzeit geschlossene Kiosk soll mit einem „nachhaltigen“ Konzept wiedereröffnet werden. Darüber hinaus will der Zweckverband auf Umweltpädagogik setzen: Sogenannte Themeninseln sollen Gästen die Tier- und Pflanzenarten am Stausee und den Hintergrund der Staumauer näherbringen. Sie dient dem Hochwasserschutz und der Stromerzeugung.

„Wir haben mit dem Stausee mit seiner Lage im Naturschutzgebiet direkt am R3-Radweg ideale Voraussetzungen, um den Menschen Natur, Lebensräume von Tieren und das Zusammenspiel von Umwelt und Technik nahezubringen“, sagt Simmler.

Einen Teil der kalkulierten Ausgaben – 500 000 Euro – soll aus Fördermitteln des Landes kommen. Die Umsetzung beginnt, wenn das Geld zugesagt ist. Die Vorarbeiten sollen bis Ende 2020 erledigt sein, der Aufbau im Frühjahr 2021 starten.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare