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Letzte Handgriffe für das Impfzentrum in der Hanauer August-Schärttner-Halle.
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Letzte Handgriffe für das Impfzentrum in der Hanauer August-Schärttner-Halle.

Main-Kinzig

Nun fehlt nur noch das Vakzin

  • Detlef Sundermann
    vonDetlef Sundermann
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Die beiden Impfzentren im Kreisgebiet sind einsatzbereit. 60 Impfungen pro Stunde sollen möglich sein.

Ich kann die Einsatzbereitschaft offiziell vermelden“, verkündete gestern Landrat Thorsten Stolz (SPD) bei der Vorstellung des Impfzentrums in der Hanauer August-Schärttner-Halle. Wegen seiner Spitzenstellung unter den hessischen Landkreisen bei der Bevölkerungszahl und der Längenausdehnung ist ein zweites Zentrum in Gelnhausen eingerichtet worden, um die Zuständigkeit für die gut 420 000 Einwohner:innen zu teilen. Beide Einrichtungen sind so konzipiert, dass ein Stundendurchsatz von 60 Personen gesichert ist. Stolz geht von 250 000 Impfwilligen aus. Daher seien die Zentren auch wegen ihrer Verkehrslage ausgewählt worden.

In der Hanauer Sporthalle kann es keine Irritation geben, wo geimpft wird. Wer die Anmeldung nach Fiebermessen und Papierkram hinter sich gelassen hat, geht stracks über den weißen, provisorischen Boden in eine der zehn Impfkabinen vis-a-vis. Unentschlossene oder chronisch Kranke können noch Zwischenstation in einer der fünf Beratungskabinen machen, um ihre Bedenken mit einem Arzt abzuklären. Zügig müsse der Ablauf sein, macht Wolfgang Lenz, Ärztlicher Leiter des Rettungsdienstes und Projektleiter für den Aufbau der Impfzentren sowie der mobilen Impfdienste, deutlich. Laut Lenz sollen die Leute zur Anmeldung die nötigen Unterlagen griffbereit und den Aufklärungsbogen unterschrieben mitbringen. Mit schon freigelegtem Oberarm soll die Impfkabine betreten werden. Nach der Injektion geht es für 30 Minuten in den Wartebereich, um bei möglichen Nebenwirkungen gleich ärztliche Hilfe zu erhalten.

Der Probelauf mit 40 „Impflingen“ etwa in Hanau habe das Konzept bestätigt, so Lenz. Sogar unter der Bedingung, dass die Registrierung nicht elektronisch, sondern per Laufzettel erfolgen muss, weil die Software vom Land nicht verfügbar ist. Sogar an den Fall, dass es keine Stempel gibt, ist gedacht worden. Die werden dann von bunten Aufklebern für den Laufzettel ersetzt.

Die Schärttner-Halle ist für gut 900 Schutzimpfungen pro Tag ausgelegt. Oberbürgermeister Claus Kaminsky (SPD) betont, dass die doppelte bis dreifache Kapazität bestünde. Allerdings müsste dann der Kreis mehr Vakzin erhalten, als er zurzeit erwarten kann. Aber auch bei der geplanten Tagesrate ist der infrastrukturelle Aufwand hoch. Während der Impfzeiten wird etwa der städtische Busbetrieb die Taktzeit zur Schärttner-Halle verkürzen.

Landrat Stolz sprach von einer „unglaublichen Herausforderung“ bei Logistik, Organisation und Personalbeschaffung. Alle 29 Kommunen im Kreis brächten sich hier ein. Die Impfzentren arbeiten im Zwei-Schichtbetrieb, pro Schicht werden 30 Helfende und Ärzt:innen benötigt. Rund 450 Personen haben sich laut Lenz bereits registrieren lassen, darunter pensionierte Mediziner oder Praxenpersonal, das sich tageweise verpflichten will. Alle Helfer:innen erhalten einen Zeitvertrag. Zu den Kosten erklärte Stolz, es sei ein „Einsatzbefehl des Landes“. Das Land habe die Zusage geben, für Personal und Infrastruktur zu zahlen. Die Summe und der Eigenanteil der Kommunen sei noch unbekannt.

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