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Blick in eine Kindertagesstätte vor Corona-Zeiten.

Main-Kinzig

Main-Kinzig-Kreis fordert Betreuung für alle Kinder

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 Der Main-Kinzig-Kreis macht dem Land Vorschläge, wie die Kinderbetreuung wieder aufgenommen werden kann – „leichter und in größerem Umfang“ als bisher geplant.

Der Main-Kinzig-Kreis hat dem Land Hessen Vorschläge unterbreitet, wie die Kinderbetreuung wieder aufgenommen werden kann – „leichter und in größerem Umfang“ als bisher geplant.

Wie der Kreis weiter mitteilt, fordert Landrat Thorsten Stolz (SPD) „pragmatische und unkonventionelle Lösungen außerhalb der derzeit geltenden gesetzlichen Regelungen“.

So schlägt die Kreisverwaltung das Einrichten von Ausweichorten für die Betreuung in kleinen Gruppen vor – in Dorfgemeinschaftshäusern, Bürgerhäusern, Gemeindehäusern und Vereinsheimen. Zur Unterstützung soll mehr Personal eingestellt werden. Das müssten keine Fachkräfte sein, heißt es in der Mitteilung weiter. Um die Mehrkosten stemmen zu können, brauche es finanzielle Unterstützung.

Tagesmutter im Einsatz

Außerdem wünscht sich der Kreis „eine übergangsweise Reduzierung der Betreuungszeiten auf den zwingend notwendigen Bedarf der Eltern“.

Ziel sei die Wiederaufnahme der Kinderbetreuung für alle Familien – es ist also nicht nur die Notbetreuung gemeint. „Kinder brauchen den Kontakt zu anderen Kindern, das ist wichtig für ihre Entwicklung, ganz unabhängig vom Berufsbild ihrer Eltern“, sagt Jugenddezernent Winfried Ottmann. Laut Landrat Stolz muss das schnell geschehen. Mit jedem Tag, der verstreiche, werde es für die Kitas schwieriger, das Personal zu disponieren und Räume vorzubereiten.

Immerhin habe die Landesregierung der raschen Wiederaufnahme der Tagespflege zugestimmt mit Wirkung zum kommenden Montag (25. Mai). „Dieser Schritt war absolut sinnvoll und geboten“, findet Landrat Stolz. Die weiteren Forderungen zur Kinderbetreuung habe der Kreis am Dienstag über den Hessischen Landkreistag übermittelt. 

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