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Main-Kinzig: Hilfe nach Vergewaltigung

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Von: Silvia Bielert

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Eine Vergewaltigung ist kein Grund, sich zu schämen, sondern sich helfen zu lassen.
Eine Vergewaltigung ist kein Grund, sich zu schämen, sondern sich helfen zu lassen. © MKK

Eine Kampagne wirbt bei Opfern dafür, medizinische Versorgung und psychologische Unterstützung zur Bewältigung der Tat anzunehmen. Auch die Sicherung von Beweisen ist möglich.

„Gehen Sie zum Arzt – und nicht zum Alltag über!“ So lautet die Botschaft einer öffentlichen Plakataktion im öffentlichen Raum des Landkreises Main-Kinzig und der Stadt Hanau. Sie soll Menschen, die vergewaltigt wurden, dazu ermuntern, sich medizinische Hilfe zu holen.

Hintergrund sei, dass Frauen und Männer nach einer Vergewaltigung aus Angst oder Scham oft keine Anzeige erstatten und auch nicht die „notwendige medizinische Versorgung und psychologische Nachbetreuung suchen“. Sie behalten ihre traumatischen Erlebnisse für sich. 90 Prozent der Täter kommen aus dem direkten Umfeld der Opfer.

Zudem werde eine Vergewaltigung von Opfern nicht immer als solche wahrgenommen, wissen laut Mitteilung die Fachleute in den Beratungsstellen. Und nach Übergriffen mit K.O.-Tropfen wissen manche Frauen gar nicht, ob eine Vergewaltigung stattgefunden hat.

Sie alle sollen mit den Plakaten darauf hingewiesen werden, dass sie in den Main-Kinzig-Kliniken Gelnhausen, im Klinikum Hanau oder im St. Vincenz Krankenhaus Hanau vertraulich und anonym ärztlich versorgt und an örtliche Beratungsstellen vermittelt werden, wenn sie möchten. Zudem kann das Klinikpersonal auf Wunsch Spuren sichern für den Fall, dass sich die Opfer später doch noch für eine Anzeige gegen die Täter entscheiden.

Die seit 2015 existierende Plakataktion „Medizinische Soforthilfe nach Vergewaltigung“ wird vom Hessischen Sozialministerium in Kooperation mit dem Frauennotruf Frankfurt finanziert. Im Frankfurter Frauennotruf hat das Projekt auch seine Wurzeln. bil

soforthilfe-nach-vergewaltigung.de

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