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Main-Kinzig

Main-Kinzig: Erzieherausbildung soll attraktiver werden

  • Silvia Bielert
    VonSilvia Bielert
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Der Jugenddezernent sucht nach Lösungen, um mehr Menschen für die Arbeit in der Kinderbetreuung zu begeistern.

Im Main-Kinzig-Kreis sind derzeit 2 275 Fachkräfte in der Kindertagesbetreuung tätig. Jugenddezernent Winfried Ottmann (CDU) rechnet jedoch damit, dass der Bedarf an Fachpersonal in den nächsten Jahren „signifikant“ steigen wird. Das gehe aus einer Studie des Deutschen Jugendinstitutes und der Technischen Universität Dortmund hervor. Darin werden Modellrechnungen für Kreise und Städte in Hessen angestellt. „Laut einer darauf aufbauenden differenzierten Modellrechnung der Jugendhilfeplanung des Main-Kinzig-Kreises liegt der berechnete zusätzliche Bedarf bei etwa 1 220 Fachkräften“, heißt es vom Kreis. „Neben dem Ausbau der Kindertagesbetreuung bis 2022 und dem Ausscheiden vieler Mitarbeitenden im Alter von 63 Jahren wird vor allem das ‚Gute-Kita-Gesetz‘ dazu führen, dass mehr Erzieherinnen und Erzieher gebraucht werden“, so Ottmann. Das Gesetz sehe mehr Personal bei gleichbleibender Zahl an Kitaplätzen vor.

Ottmann fragt sich, wie der Beruf der Erzieherin / des Erziehers attraktiver wird, etwa auch für Kindertagespflegepersonen. Derzeit werden im Kreis 600 Kinder von Tagesmüttern und -vätern betreut. Im Gespräch mit den Tagesmüttern Christina Barnikol aus Großkrotzenburg, Nicole Maier aus Maintal und Denise Müller aus Gründau, die sich um bis zu fünf Kinder unter drei Jahren kümmern, erfuhr Ottmann, dass alle drei eine Ausbildung zur Erzieherin absolvieren würden, heißt es in der Mitteilung. „Allerdings schreckt die Länge der Ausbildung ab“, sagt Barnikol. Die drei regten an, die Ausbildung abzukürzen, wenn jemand über entsprechende Berufserfahrung, Qualifikationen in der Tagespflege und regelmäßige Fortbildung verfüge. Wenn Ausbildungsmodule an den Wochenenden, abends oder online angeboten würden, könnten sie weiter als Tagesmütter arbeiten und hätten ein Einkommen.

Ottmann möchte nun Lösungen finden, um den Weg zum Erziehendenberuf „familienfreundlich und finanziell attraktiv“ zu gestalten.

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