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Main-Kinzig: Erinnern an getötete Frauen

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Von: Andreas Hartmann

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Prospekte werben für ein Frauenhaus. Meist sind die Frauenhäuser voll besetzt, es fehlt an Plätzen. Foto: Michael Schick
Prospekte werben für ein Frauenhaus. Meist sind die Frauenhäuser voll besetzt, es fehlt an Plätzen. © Michael Schick

Häusliche Gewalt gegen Frauen ist trauriger Alltag: Allein im Main-Kinzig-Kreis starben in diesem Jahr schon drei Frauen. Der Kreis beteiligt sich am internationalen Aktionstag am 25. November.

Am 25. November, dem 40. Internationale Tag gegen Gewalt an Frauen, werden im Main-Kinzig-Kreis das Kreisforum, Rathäuser und öffentliche Gebäude, Burgen und Schlösser orange angestrahlt. Das soll ein Zeichen setzen. Kreisweit sind zudem Veranstaltungen und Aktionen geplant, die auf das Thema aufmerksam machen und die Menschen sensibilisieren sollen.

„Gewalt fängt nicht bei Schlägen an“, sagt Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler (SPD). „Demütigungen, Drohungen, Einschüchterung oder Freiheitsentzug hinterlassen keine deutlich sichtbaren Spuren, wie es blaue Flecken oder ein blaues Auge tun.“ Am Aktionstag zeigt das Kino Pali in Gelnhausen um 17.30 Uhr den Film „Nach dem Urteil“. Eine halbe Stunde vor Filmbeginn wird mit Fahnen und Lichtern an jene Frauen im Main-Kinzig-Kreis erinnert, die 2021 durch häusliche Gewalt ihr Leben verloren haben. 2020 kam es im Kreis zu 482 polizeilichen Einsätzen in Zusammenhang mit häuslicher Gewalt. Zwei Frauen wurden getötet. Es gab ein versuchtes Tötungsdelikt. In diesem Jahr seien bereits drei Frauen getötet worden, teilte der Kreis am Dienstag mit. aph

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