Verkehr im Main-Kinzig-Kreis

Linienvergabe zu lange geprüft

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Die umstrittene Firma Viabus begründet ihren Rückzug bei den Buslinien in Nidderau und Langenselbold/Gelnhausen mit der langen Prüfung der Vergabe.

Dass BRH Viabus die Linien in Nidderau und Langenselbold/Gelnhausen ab Februar nicht mehr betreibt, ist laut Viabus auf die lange Prüfung der Vergabe zurückzuführen. Die Dauer war „nicht abzusehen“, so Prokurist Fabian Maul auf FR-Anfrage. Damit steige das unternehmerische Risiko durch Kostensteigerungen, „die durch das Angebot nicht gedeckt werden können“. Weil Fristen überschritten wurden, hatte Viabus das Recht, sein Angebot zurückzuziehen.

Der Schritt war am Mittwoch bekanntgeworden. Er hat zur Folge, dass die Kreisverkehrsgesellschaft (KVG) die Zweitplatzierten in der Vergabe beauftragt. Darunter sind die regionalen Anbieter Stroh aus Altenstadt und Heuser aus Langenselbold. Sie hatten die Aufträge verloren, mussten Mitarbeiter entlassen und stellten bei der Vergabekammer des Regierungspräsidiums Darmstadt einen Antrag auf Nachprüfung.

Viabus fuhr zunächst interimsweise. Der Fall liegt seit einem Jahr bei der Kammer, hat sich durch den Rückzug aber erledigt. Der Viabus GmbH, die auch im Raum Hanau tätig ist, werden Dumping-Angebote und schlechte Qualität vorgeworfen, was die GmbH zurückweist. Die KVG verhängte mehrfach Vertragsstrafen und reduzierte Zahlungen, etwa wegen Unzuverlässigkeit.

Stroh und Heuser müssen nun in kurzer Zeit Fahrer finden und Zusatzbusse besorgen. Zu Beginn werden sie auf ältere Fahrzeuge zurückgreifen müssen.          

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