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Alexander Noll sieht seine Erfolgsaussichten bei den Landratswahlen im Main-Kinzig-Kreis "realistisch". Es müsse schon mit besonderen Vorzeichen einhergehen, um den Amtsinhaber abzulösen, formuliert es der frisch ernannte FDP-Landratskandidat.
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Alexander Noll sieht seine Erfolgsaussichten bei den Landratswahlen im Main-Kinzig-Kreis "realistisch". Es müsse schon mit besonderen Vorzeichen einhergehen, um den Amtsinhaber abzulösen, formuliert es der frisch ernannte FDP-Landratskandidat.

Landratswahl in Main-Kinzig

Liberale schicken Noll ins Rennen

Fünfmal hat Alexander Noll sich bereits als Bürgermeister beworben. Er war schon CDU-Kandidat und Unabhängiger. Nun will der Hartnäckige für die FDP Landrat werden.

Von Jörg Andersson

Alexander Noll sieht seine Erfolgsaussichten "realistisch". Es müsse schon mit besonderen Vorzeichen einhergehen, um den Amtsinhaber abzulösen, formuliert es der frisch ernannte FDP-Landratskandidat, ehe die Mitstreiterin aus dem Kreistag die Überleitung findet.

"Wir werden als politische Kraft wahrgenommen und wollen uns bei einer Personenwahl nicht ausklinken." Das sagt Liselotte Pfeil, die 2005 als Landratskandidatin der FDP 2,9 Prozent erzielt.

Deutlich mehr erhofft sich der vor 14 Monaten über die Parteiliste zum Landtagsabgeordneten aufgestiegene Noll bei der Wahl im März 2011 sicherlich, schließlich erhielt er als Direktkandidat zuletzt 10,9 Prozent der Erststimmen.

Und doch kennt Noll das Direktwahlsystem bisher nur aus der Perspektive des Unterlegenen. Fünfmal hat er sich als Bürgermeister beworben, schon in den 90er Jahren in Hasselroth, sogar zweimal in seiner Heimatgemeinde Großkrotzenburg. Ob als CDU-Kandidat, Unabhängiger oder für die FDP, außer der Reihe zudem als Anwärter für den hauptamtlichen Ersten Stadtratsposten in Bruchköbel: Noll hatte stets das Nachsehen.

Viele Funktionen in der Politik

Seit er 2001 in die FDP eintrat, durfte der Diplomverwaltungswirt zunehmend politische Ämter auf die Visitenkarte drucken: seit 2004 Schatzmeister der FDP, zunächst in Main-Kinzig, ab 2006 für Rhein-Main. Im gleichen Jahr Kreistagsabgeordneter und seit 2008 auch Kreisvorsitzender.

Noll, der vor seinem Einzug ins Wiesbadener Landesparlament als stellvertretender Revisionsleiter in der Hochtaunus-Kreisverwaltung arbeitete, visualisiert jetzt die FDP. Und das ist dem Vorstand wichtig, der ihn für die Landratswahl vorschlug, die wohl am gleichen Tag wie die Kommunalwahl stattfindet. FDP-Spitzenkandidat werde er nicht, "das entzerren wir", fügt Liselotte Pfeil hinzu. In jedem Fall finde der FDP-Wähler nun aber auf beiden Stimmzetteln ein Angebot seiner Couleur, betont Noll. "Es geht eben vor allem um die politische Botschaft", unterstreicht der 49-jährige Diplom-Finanzwirt.

Diese hat für Noll vor allem eine finanzielle Note. Auf dem Fachgebiet sei er firm und das FDP-Profil klar. Der Kreis müsse sich konsolidieren und auf seine wesentlichen Aufgaben konzentrieren. Die Unterhaltung einer Jugend- und Freizeiteinrichtung auf der Ronneburg gehöre dazu nicht. Statt dessen müsse sich der Kreis mehr um die Koordination von Wirtschaftsförderung kümmern.

Geld sparen lässt sich laut Noll zudem möglicherweise in der Sozialpolitik. Die Aufgaben der Langzeitarbeitslosenförderung belasten den Kreis mit mehr 167 Millionen Euro. "Ich bezweifele, ob alle Wiedereingliederungsmaßnahmen auch effizient sind", meint Noll und hinterfragt zugleich die Ein-Euro-Jobs.

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