Main-Kinzig

Lernen mit Tablets an Schulen im Main-Kinzig-Kreis

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Drei Pilotschulen im Main-Kinzig-Kreis sammeln Erfahrungen mit digitalen Medien.

Der Einsatz digitaler Technik bedeutet zunächst mehr Arbeit für Lehrer und Schüler, sorgt aber für mehr Motivation und Effizienz. Diese Erkenntnisse haben die Henry-Harnischfeger-Schule in Salmünster, die Käthe-Kollwitz-Schule in Langenselbold und die Adolf-Reichwein-Schule in Rodenbach nach Angaben des Main-Kinzig-Kreises in den vergangenen Monaten gesammelt. Der Kreis hatte sie für sein Projekt „Digitale Bildung“ als sogenannte Pilotschulen ausgewählt, auch um sich auf den kürzlich in Kraft getretenen „Digitalpakt Schule“ von Bund und Ländern vorzubereiten.

Die Schulen sammeln auf unterschiedliche Weise digitale Erfahrungen. An der Harnischfeger-Schule zum Beispiel, einer integrierten Gesamtschule, greifen die Lehrer auf iPads, WLAN und Beamer zurück, die über Funk verbunden sind. So können sie sich den Angaben zufolge frei im Raum bewegen und bei Aufgaben auch die Ergebnisse von Schülern projizieren. Schüler haben die Möglichkeit, sich über Apps Übungen und Hausaufgaben zu beschaffen. Die Reichwein-Schule schaffte iPads, vernetzbare Beamer, interaktive Tafelsysteme und ein digitales Flipchart an. Bei dem Projekt investierte der Kreis zunächst 65 000 Euro in Technik und Lizenzen.

Aus dem Digitalpakt soll der Main-Kinzig-Kreis 17,9 Millionen Euro erhalten. Im Gegensatz zu anderen ländlichen Gegenden haben die Schulen hier den Vorteil, dass sie durch den vom Kreis betriebenen Ausbau schon über schnelle Internetzugänge verfügen. Demnach sind seit Sommer 2019 alle 100 Schulen ans Glasfasernetz angeschlossen.

Im Zuge des Pakts sollen 500 Millionen Euro in die hessischen Schulen fließen, das Land beteiligt sich mit 50 Millionen Euro. Ziel sei es, Schüler auf ein Leben und Arbeiten in der digitalisierten Welt vorzubereiten. Die Kreis-GEW hatte Investitionen in die Digitalisierung begrüßt, aber unter anderem kritisch darauf hingewiesen, dass gleichzeitig die Arbeitsbedingungen von Lehrern und die Fortbildung zum Thema digitale Medien verbessert werden müssten.  

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