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Radweg
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Radweg

Radweg nach Mittelbuchen

Langwieriger Akt

Der Radweg von Hanau nach Mittelbuchen soll ausgebaut werden, aber einer spielt nicht mit. Das verzögert die Arbeiten um mindestens ein Jahr, wahrscheinlich sogar länger.

Von Andreas Zitzmann

Genau 40 Jahre ist es her, dass Mittelbuchen nach Hanau eingemeindet wurde. Damals versprach die Stadt, zwischen Wilhelmsbad und dem neuen Ortsteil einen Radweg parallel zur Landstraße zu bauen und hielt auch ihr Versprechen – so in etwa wenigstens.

Denn seitdem ist der Weg permanent in der Kritik, aus gutem Grund: Kurz vor Mittelbuchen, auf einer Länge von rund einem Kilometer, ist der Asphaltstreifen so schmal, dass Radler im Gegenverkehr absteigen müssen, wollen sie nicht Gefahr laufen, in den tiefen Straßengraben zu stürzen. Ansonsten muss man sich als Radfahrer vor dicken Dellen im Belag hüten, dort, wo das Wurzelwerk der Straßenbäume zu weit nach oben strebt.

Aber Besserung ist in Sicht – könnte man zumindest meinen. Das Regierungspräsidium in Darmstadt teilte nun mit, für den Ausbau des Radwegs an der Kesselstädter Straße sei das Planfeststellungsverfahren eingeleitet worden. Das klingt gut, ist es aber nicht. Denn nun ist ein Verwaltungsakt angelaufen, der den so dringend erwünschten Ausbau wiederum verzögert, um mindestens ein Jahr, möglicherweise noch viel länger.

Keine Umweltschäden

„Eigentlich“, so Hanaus Baudezernent Axel Weiss-Thiel (SPD), „ist das ein ganz umkompliziertes Projekt. Auswirkungen auf die Umwelt sind nicht zu befürchten.“ Wenn die Bauarbeiter anrücken könnten, wäre der Ausbau des Radwegs „schnell gemacht“. Auch die Finanzierung sei gesichert, das Geld stehe beim zuständigen Amt für Straßen und Verkehrswesen in Gelnhausen bereit. Die genauen Kosten konnte Weiss-Thiel nicht beziffern, der Radweg ist Teil eines Gesamtprojekts, das mit 3,6 Millionen Euro beziffert ist und auch den Ausbau der ebenfalls recht desolaten Landesstraße beinhaltet.

Was ihn ärgert: Das Planfeststellungsverfahren wurde nur notwendig, weil ein Grundstücksbesitzer nicht bereit ist, einige Quadratmeter Grund und Boden herauszurücken, um den Radweg zu verbreitern. Das Wiesengelände habe einen Wert von drei bis fünf Euro pro Quadratmeter. „Wir sind durchaus bereit“, so der Dezernent, „auch ein paar Euro mehr zu bezahlen – aber nicht, wie verlangt, das Vier- bis Fünffache“.

Das Planfeststellungsverfahren, so Dieter Ohl, Sprecher des Regierungspräsidiums, bringt notwendige Rechtssicherheit für das Vorhaben. Denn schlimmstenfalls muss zu dem Mittel der Enteignung gegriffen werden.

Auch Klage ist möglich

Bis dahin dauert es. Nach der Veröffentlichung des Plans kann jeder dagegen Einspruch einlegen. Sollte das geschehen, versuche man, „im Gespräch“, so Ohl, eine Einigung zu finden. Als nächster Schritt folgt ein regulärer Erörterungstermin. Schließlich kann auch noch gegen das Bauvorhaben geklagt werden.

An dem Ausbau des Radwegs ist die Stadt auch deswegen interessiert, weil er überörtliche Bedeutung hat, als Verlängerung des Vulkanradwegs.

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