Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Von "Verwahrlosung" und "massiver Vermüllung" in der Daimlerstraße spricht der Kommunale Soziale Dienst.
+
Von "Verwahrlosung" und "massiver Vermüllung" in der Daimlerstraße spricht der Kommunale Soziale Dienst.

Zwangsräumung

Kurz vor der Obdachlosigkeit

  • Gregor Haschnik
    VonGregor Haschnik
    schließen

Mehrere rumänische Roma-Familien in Hanau stehen vor der Zwangsräumung, doch die Stadt unternimmt nichts dagegen. Das Sozialforum Hanau fordert in einem offenen Brief an den Sozialdezernenten, die Menschen vor der drohenden Obdachlosigkeit zu bewahren.

In einem offenen Brief an Sozialdezernent Axel Weiss-Thiel (SPD) fordert das Sozialforum Hanau die Stadt auf, für die von Zwangsräumung bedrohten, rumänischen Familien in der Daimlerstraße Unterkünfte zu finden. Gleichzeitig kritisiert das Forum das bisherige Verhalten der Stadt in dieser Sache.

„Unser Eindruck ist, dass seitens der Stadt keiner mit den Betroffenen direkt geredet hat und es keine Informationen gibt, wie die drohende Obdachlosigkeit verhindert werden soll“, schreibt das Forum. Es drohe „eine stille Vertreibung“, heißt es in dem Brief weiter. Und: „Die Stadt muss den Betroffenen Zugang zu medizinischer Versorgung, Wohnraum, Bildungsangeboten und Nahrung gewähren.“

Die Frankfurter Rundschau hatte von den geplanten Räumungen berichtet. Die Roma-Familien können zum Teil seit Monaten nicht mehr die Miete zahlen, weil sie weder auf dem Arbeitsmarkt Fuß fassen können noch Sozialhilfe bekommen. Nach Informationen des Sozialforums, das mit Betroffenen gesprochen hat, müssen mindestens neun Mietparteien ihre Wohnung in einer Woche verlassen.

Diese Situation sei auch durch einen „bewusst produzierten Mangel an sozialem Wohnraum in Hanau“ entstanden, teilt das Forum mit. Und kündigt an, die Entwicklung in der Daimlerstraße kritisch zu begleiten und sich im Falle von Räumungen solidarisch mit den Familien zu zeigen. Dezernent Weiss-Thiel war am Mittwoch für eine Stellungnahme nicht zu erreichen, ließ aber mitteilen, dass er sich am Donnerstag äußern werde.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare