Die Apfelkiste von Ursula Zepter gehört zu den Motiven für den Maintal-Kalender.
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Die Apfelkiste von Ursula Zepter gehört zu den Motiven für den Maintal-Kalender.

Kunst in Maintal

Kunst mit lokalem Bezug

Die Bürgerstiftung Maintal verschenkt einen Kalender, der ausschließlich mit Maintaler Motiven bestückt ist. Motto: Unsere Stadt - unsere Zukunft. Spenden gehen an ein Projekt in der integrativen Kita in Maintal-Dörnigheim.

Von Sebastian Meineck

Das Obst in Ursula Zepters Apfelkiste wird nie faul – die Künstlerin hat die Äpfel mit Acryl auf die Kiste gemalt. Zepters „Apfelkiste“ ist eines von 13 Kunstwerken des Maintal-Kalenders 2014, den Künstler aus Maintal und Umgebung bestückt haben. Interessierte können sich den kostenlosen Kalender der Bürgerstiftung Maintal in öffentlichen Gebäuden der Stadt abholen.

Der Kalender steht unter dem Motto der Bürgerstiftung: Unsere Stadt – unsere Zukunft. „Es gibt ein Wir-Gefühl in Maintal“, sagt Wolfgang Zander, stellvertretender Vorsitzender der Bürgerstiftung. „Der Kalender trägt dazu bei, unsere Stadtteile noch näher zusammen zu bringen.“ Die Acrylgemälde, Holzschnitte und Collagen sind ausschließlich für den Kalender entstanden. „Eine genaue Vorgabe gab es nicht“, erklärt Karin Goetz, künstlerische Beraterin der Maintaler Bürgerstiftung. Eine Vorgabe hatten die Künstler jedoch: „Die Werke mussten etwas mit Maintal zu tun haben.“

Honorarfreie Werke

So hat Brigitte Merz aus Bruchköbel die Stadtmauer mit Turm in Hochstadt gemalt, ganz in Schnee gehüllt. Ein Holzschnitt von Joachim Mennicken aus Frankfurt zeigt eine Streuobstwiese im Spätjahr. Eher abstrakt ist Uwe Wagners Bild „Eingang in Hochstadt“ in knalligen Gelb- und Blautönen. „Wer sich in Maintal auskennt, wird die Motive wiedererkennen“, sagt Karin Goetz. Weitere Beiträge stammen von Walter Dillenseger, Lothar Eichler, Béatrice Drexler, Tatiana Bermant, Hans-Volker-Abt, Sibylle Missoum-Spahlinger, Christel Warrings, Ellen Hug und Sidsel Myhre Thiele.

Die Künstlerinnen und Künstler haben ihre Werke honorarfrei zur Verfügung gestellt. Sponsoren und Spender kamen für die Druckkosten auf. Außerdem unterstützen die Sponsoren des Kalenders ein gemeinnütziges Projekt der Bürgerstiftung: die Aktionswochen „Gesundes Essen“ in der Integrativen Kindertagesstätte in Maintal-Dörnigheim (IKT). In der IKT, die zum Behinderten-Werk Main-Kinzig (BMWK) gehört, werden Kinder mit und ohne Behinderung betreut. Während der Aktionswochen im Sommer 2014 werden sie mit ihren Erziehern ökologische Lebensmittel einkaufen und kochen.

Geschichte beginnt 2011

Ein Highlight der Aktionswochen ist der Besuch im Bioland-Hofgut „Marjoß“ im Spessart. Auch das Hofgut ist Teil des Behindertenwerks Main-Kinzig und bietet Arbeit für rund 40 Menschen mit Behinderung. Dort werden die Kinder nachhaltigen Kartoffelanbau kennen lernen und auf artgerecht gehaltene Rinder, Schweine und Hühner treffen. Die Geschichte des Maintal-Kalenders beginnt im Jahr 2011. Damals zeigte der Kalender Fotografien aus der Stadt. Erst seit dem vergangenen Jahr versammelt die Bürgerstiftung Kunst im Kalender.

„Wir haben in diesem Jahr die Auflage etwas erhöht und rund 3000 Exemplare gedruckt“, sagt Wolfgang Zander. „Bis Ende Dezember sind die Kalender wahrscheinlich vergriffen,.“ schätzt er. Die Original-Kunstwerke des Maintal-Kalenders sollen noch bis ins kommende Jahr hinein an verschiedenen Orten in der Stadt präsentiert werden.

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