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Nidderau

Kultur entlang der Nidderachse

  • Jochen Dietz
    VonJochen Dietz
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Das dritte gemeinsame Kulturprogramm der drei Nidder-Anliegerkommunen Nidderau, Schöneck und Altenstadt steht. Zu den Höhepunkten gehört zweifellos die Lesung mit dem Schauspieler Rufus Beck anlässlich der Buchmesse in der Willi-Salzmann-Halle im April.

Kabarett, Lesungen, Comedy, Buchmesse, Theater, Konzerte von Klassik bis Rock, ob Open Air oder im Saale: Das dritte gemeinsame Kulturprogramm der drei Nidder-Anliegerkommunen Nidderau, Schöneck und Altenstadt steht. Der Kartenvorverkauf startete bereits am 30. November, am Mittwoch wurde der druckfrische Kalender vorgestellt, der an vielen öffentlichen Orten ausgelegt wird.

Das Programm hat einiges zu bieten. Zu den Höhepunkten gehört zweifellos die Lesung mit dem Schauspieler Rufus Beck anlässlich der Buchmesse in der Willi-Salzmann-Halle im April. Oder auch Ulla Meinecke mit Band im Dezember. Oder der deutsch-marokkanische Comedian Abdelkarim, die Büdesheimer Schlosskonzerte, „Klassik unter Sternen“ im Schlosspark Oberburg oder das Programm „Liedermaching“ mit Michael Fitz. Und vieles mehr, für jeden etwas.

Einig sind sich die drei Bürgermeister Gerhard Schultheiß (Nidderau), Norbert Syguda (Altenstadt) und Cornelia Rück (Schöneck, alle SPD), dass die Kooperation der drei Kommunen eine einzige Erfolgsgeschichte sei, die sie jeweils für sich alleine nie und nimmer in dieser Qualität stemmen könnten.

Umso bitterer die Ankündigung von Conny Rück, dass sie in ihrer Gemeindevertretung den Antrag einer Fraktion vorliegen habe, das Kulturprogramm aus Kostengründen zurückzufahren. „Da schwillt mir die Halsschlagader an“, räumt sie ein. „Ich werde alles daransetzen, dass es bei dem Angebot bleibt und bei dieser Qualität. Kultur ist Gesellschaftspolitik und Lebensqualität.“

Überragend gut angenommen

Amtskollege Syguda aus Altenstadt pflichtet ihr bei: „Das Angebot wird bei uns überragend gut angenommen.“ In Altenstadt laufe sogar die Bewirtung bei den Veranstaltungen ehrenamtlich und er könne sich vor begeisterten Helfern kaum retten, so der Bürgermeister der Wetterau-Gemeinde.

Vor allem Rainer Volz, Fachbereichsleiter Familie und Kultur in Schöneck, steht hinter dem vielfältigen und ausgewogenen Programm, ebenso Jürgen Reuling, ehrenamtlicher Vorsitzender des Nidderauer Kulturbeirats. Kultur ist ein Grundrecht“, sagt Reuling mit Blick auf den Sparvorstoß in Schöneck.

Neu im Programm sei „Welt-Klassik am Klavier“, das jungen Künstlern ein Forum gebe, sagt Reuling. Hier gebe es Platzkarten, persönliche Begrüßungen der Zuhörer, um ein stil- und stimmungsvolles Ambiente zu schaffen. Auch die regelmäßigen Ausstellungen im Rathaus hätten erstmals Aufnahme in den Kalender gefunden, ebenso die Bertha-von-Suttner-Schule. „Das war bislang alles etwas unterbelichtet, dabei haben wir allein in Nidderau mehr als 30 kulturschaffende Vereine“, sagt Reuling.

Volz betont, dass bislang immer eine „schwarze Null“ unterm Strich herauskam: Die Veranstaltungen tragen sich, sie seien inzwischen so akzeptiert und beliebt, dass allein die Anzeigen für den mit 10 000 Exemplaren gedruckten Veranstaltungskalender von selbst kommen. „Da bleibt sogar noch Geld übrig“, freut sich Volz. „Es gibt hier viel Kultur für kleines Geld“, sagt auch er in Richtung Schöneck. Will heißen: Es gibt gar keinen Grund, etwas zu kürzen.

Das komplette Programm gibt es im Internet unter www.nidderau.de/Kulturkalender.

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