Hanau

Kritik wegen Pioneer-Gelände

  • Detlef Sundermann
    vonDetlef Sundermann
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Die Mietaktivisten der Initiative Runder Tisch warnen die Stadt davor, Investoren auf Kosten der Hanauer Bürger zu beschenken.

Die Entwicklung des Geländes der ehemaligen Pioneer-Kaserne darf nicht durch private Investoren erfolgen, das fordert die Initiative Runder Tisch für menschwürdiges und bezahlbares Wohnen. Laut Mitteilung der Mietaktivisten soll sich die städtische Baugesellschaft dem rund 47 Hektar großen Areal im Stadtteil Wolfgang annehmen. Von den knapp 500 geplanten Wohneinheiten auf der „Pioneer“ sollten ein Drittel im sozialen Wohnungsbau entstehen, die auch ausreichend Platz für kinderreiche Familien bieten, heißt es. Der Runde Tisch fordert den Magistrat hierbei auf, „endlich das Förderprogramm des Main-Kinzig-Kreises“ zu beanspruchen.

Die städtische Baupro hat 2016 das Pioneer-Gelände vom Bund erworben und will es nun mit der DSK Heimbau GmbH entwickeln. Hierzu soll ein neues Unternehmen gegründet werden, an dem sich die DSK Heimbau mit 90 Prozent beteiligt. Am kommenden Montag sollen die Stadtverordneten dem Vorhaben zustimmen. Der Rund Tisch kritisiert die Gründung, weil mit ihr die „demokratische Kontrolle über das Areal durch die Stadtverordnetenversammlung“ verloren gehe.

Überdies vermuten die Mietaktivisten, dass die Stadt mit diesem Modell „Steuersparwünsche der Investorengruppe bereits im Vorfeld erfüllt“. Das Geschenk an die Investoren hole sich die Stadt dann über die steigende Grundsteuer von Mietern und Eigenheimbesitzern wieder zurück. „Eine völlig unsoziale Politik des Magistrats und der Stadtverordnetenversammlung“, heißt es.

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