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Mieter des Ostkarrees haben ihre Kündigung erhalten. (Symbolbild)
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Mieter des Ostkarrees haben ihre Kündigung erhalten. (Symbolbild)

Hanau Ostkarree

Kritik an Kündigungen

„So kann nicht mit den Mietern umgegangen werden“: Die Linksfraktion rügt das Verhalten der städtischen Baugesellschaft gegenüber den Mietern des Ostkarrees.

Die Linksfraktion rügt das Verhalten der städtischen Baugesellschaft gegenüber den Mietern des Ostkarrees. Die verbliebenen Bewohner des Komplexes an der Französischen Allee hatten, wie berichtet, vor zehn Tagen ihre Kündigung zum 31. Dezember erhalten. Derzeit sind noch 26 der 70 Wohnungen belegt.

„So kann nicht mit den Mietern umgegangen werden“

„So kann nicht mit den Mietern umgegangen werden“, kritisiert die Stadtverordnete Ulrike Hanstein in einer Pressemitteilung. „Im West- und Ostkarree wurde jahrelang eine Sanierung aufgeschoben und durch viele nicht mehr vermietete Wohnungen ein hoher Leerstand herbeigeführt.“ Durch diese „gewollte Entmietung“ sei eine Verschlechterung der Bausubstanz „vorprogrammiert“ gewesen und das Sanieren der Nachkriegshäuser „immer unrentabler geworden“.

Bei der Versammlung bekamen die Mieter auch eine Liste mit Wohnungen der Baugesellschaft, in die sie alternativ ziehen könnten. Die Linksfraktion geht jedoch davon aus, dass diese Ersatzwohnungen – etliche davon in den frisch renovierten Häusern in der Nordstraße – teurer sind als im Ostkarree. Einige Altmieter, erklärt Hanstein, könnten sich das ebenso wenig leisten wie die künftigen Wohnungen auf dem Areal des Ostkarrees.

Dort will die Baugesellschaft die bestehenden Häuser abreißen und neu bauen: Eine Entwicklung, die der Linksfraktion Sorge bereitet, da „bezahlbarer Wohnraum in Hanau immer knapper“ werde. Dabei hätten etwa 34 Prozent der Haushalte in der Stadt aufgrund ihres Einkommens Anspruch auf eine öffentlich geförderte Wohnung. (pam.)

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