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Frisches Pflaster auf Maintaler Bahnsteigen.
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Frisches Pflaster auf Maintaler Bahnsteigen.

Kosmetik statt Verbesserung

Maintal Pflasterarbeiten an zwei Bahnsteigen irritieren die Stadt / Mittel aus Konjunkturprogramm

Von Jörg Andersson

Mit der Realisierung der nordmainischen S-Bahn soll das Schattendasein der Maintaler Bahnhöfe ein Ende finden. Die Stationen Maintal-Ost zwischen Dörnigheim und Hochstadt sowie Maintal-West in Bischofsheim sollen neu und barrierefrei gestaltet werden, verspricht die Bahn.

Doch die auf 290 Millionen Euro Baukosten geplante Verbindung, deren Fertigstellung zuletzt für 2016 avisiert war, ist für die Pendler der 38000-Einwohner-Stadt auch ein Bremsklotz. Denn mit dem Hinweis auf die neue Streckenführung weise die Bahn seit Jahren Wünsche nach einer grundlegenden Verbesserung der weitestgehend servicefreien Situation stets zurück, berichtet Planungsdezernent Ralf Sachtleber aus leidvoller Erfahrung – auch weil sich das Planfeststelllungsverfahren offenbar weiter verzögert.

Etwas irritiert hat der parteilose Erste Stadtrat deshalb auf die jüngste Bautätigkeit an den Bahnsteigen reagiert. Auf eine Länge von etwa 100 Metern hat die DB Station und Service AG in jeweils eine Fahrtrichtung an den beiden Stationen Pflastersteine verlegen lassen und die Bahnsteigkante so etwa um zehn Zentimeter erhöht.

Nicht genug, um die Hindernisschwellen beim Einstieg einigermaßen zu beseitigen, urteilte Sachtleber beim Anblick der Ausbesserungsarbeiten, die aus dem auslaufenden Konjunkturprogramm finanziert werden. „Wir werden kaum erklären können, warum hier investiert, aber die Situation nicht wirklich verbessert wird“, schrieb Sachtleber umgehend an die Bahn und bat in seinem Brief, kurzfristig noch einmal zu prüfen, ob ohne allzu großen Mehraufwand nicht eine wirkungsvollere Erhöhung der Bahnsteige möglich wäre? Die Arbeiten sind mittlerweile beendet, eine offizielle Antwort der Bahn steht weiter aus. Auch die Frankfurter Rundschau bat vergeblich um Stellungnahme. Man werde die Stadt fairerweise früher als die Presse informieren, betonte ein Bahnsprecher.

Stadtrat Sachtleber hat zwischenzeitlich auch auf anderem Wege um Erklärung gebeten. Am Telefon habe ihm die Leiterin der Station und Service AG erklärt, dass mit Geld aus dem Konjunkturprogramm Winterschäden beseitigt würden. Eine generelle Anhebung der Bahnsteige erfordere ein aufwendiges Planverfahren unter Beteiligung des Eisenbahnbundesamtes. Die Vorhaben zu verbinden, sei nicht möglich. Auch über Kosten wollte die Bahn nicht sprechen.

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