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Konsolidierung zieht sich durch alle Bereiche

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Die Brüder-Grimm-Stadt Steinau ist unter den Schutzschirm des Landes geschlüpft.

Nach Bad Orb und Langenselbold nimmt jetzt auch die Brüder-Grimm-Stadt Steinau den Schutzschirm des Landes in Anspruch. Erst am Dienstagabend hatte das Parlament grünes Licht gegeben, Mittwochmorgen unterzeichnete Bürgermeister Walter Strauch (SPD) die entsprechende Vereinbarung.

Bereits kurz nach 10 Uhr traf die Mitteilung aus Wiesbaden ein: „Die Stadt hat sich damit für eine Trendwende im Hinblick auf ihre Verschuldung und zugunsten einer nachhaltigen und generationengerechten Haushaltspolitik entschieden“, schreibt Finanzstaatssekretärin Luise Hölscher (CDU). Nur zwei Stunden später wiederholte sich das Ritual in Bad Orb, für Donnerstag ist die Unterzeichnung in Langenselbold öffentlichkeitswirksam angesetzt.

Rund fünf Millionen Euro ihrer Schulden wird Steinau demnächst los. Dafür muss der Haushalt bis spätestens 2018 ausgeglichen sein. Walter Strauch wird dann aus Altersgründen nicht mehr im Amt sein, er hält die Vereinbarung jedoch für alternativlos. „Künftig wird mehr geflickt als saniert“, sagt er. Außerdem müssten die kommunalen Steuern und Gebühren erhöht und gleichzeitig Leistungen gekürzt werden.

Ein privater Windpark in Hintersteinau soll der Kommune Pachteinnahmen bescheren. Außerdem soll 2014 der Eintritt zum Grimm-Haus teurer werden. Dessen Leiter Burkhard Kling darf zudem künftig noch weniger Geld für Ausstellungen und Werbung ausgeben. „Das zieht sich durch alle Bereiche“, sagt Strauch. (chs.)

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