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Das Kraftwerk Staudinger in Großkrotzenburg.
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Das Kraftwerk Staudinger in Großkrotzenburg.

Kraftwerk

Kohlelager ohne Boden

Das Regierungspräsidium Darmstadt (RP) lehnt ein Eingreifen beim Kohlebunker im Kraftwerk Staudinger ab. Die Bürgerinitiative Stopp Staudinger hatte die fehlende Bodenplatte bemängelt.

Das Regierungspräsidium Darmstadt (RP) sieht keinen Anlass, den Kohlebunker im Kraftwerk Staudinger in puncto Hochwasser neu zu bewerten oder sogar stillzulegen, wie es die Bürgerinitiative Stopp Staudinger fordert. Zwischen dem höchsten Wasserstand der vergangenen Tage und der Gebäudeunterkante sei noch ein Freiraum von über eineinhalb Metern gewesen, antwortete die Behörde auf die Anfrage der Frankfurter Rundschau.

Die BI hatte behauptet, das voriges Jahr errichtete Kohlelager stünde „kurz vor dem Absaufen“. Außerdem enge es zusammen mit dem geplanten zweiten Bunker und dem neuen Steinkohleblock 6 am Mainufer den Retentionsraum derart ein, dass in der Nachbarschaft Keller volllaufen würden. Die Standsicherheit des Bunkers auf dem durchfeuchteten Grund sei fraglich und bei einer Überflutung könnten Schadstoffe aus der Kohle in die Umwelt gelangen. Dass das Lager keine Bodenplatte habe, verschärfe diese Gefahr.

Das RP hält eine Bodenplatte allerdings auch für nicht notwendig, „da Kohle kein wassergefährdender Stoff ist“. Die Betonwände stünden auf einem Ringfundament, das von einem Prüfstatiker geprüft sei. Durchnässte Kohle müsse entweder getrocknet werden oder in einem Absetzbecken vom Wasser getrennt werden. Für das Wasser sei „keine weitergehende Behandlung notwendig“. Für eine Überflutung müsste allerdings das sogenannte 200-jährige Hochwasser erreicht werden. Laut RP wäre dies in Höhe der Kohlelager etwa 105,06 Meter über Normalnull. Die Gebäudeunterkante liege laut Genehmigung bei 105,00 Metern.

Zur Retentionsraumfrage verweist das RP auf den Polder, der rund um das Lager ausgeschachtet wurde. Eon habe damit mehr als 90 000 Kubikmeter Retentionsraum geschaffen, Es bestehe davon noch ein Überschuss, der für Bauvorhaben im Überschwemmungsgebiet als Ausgleich genutzt werden könnte. (lex)

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