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Der Main-Kinzig-Kreis setzt womöglich verstärkt auf Windkraft. Foto: Rolf Oeser
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Der Main-Kinzig-Kreis setzt womöglich verstärkt auf Windkraft.

Main-Kinzig-Kreis

Koaltion Main-Kinzig-Kreis will mehr Wohnungsbau

  • Detlef Sundermann
    VonDetlef Sundermann
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CDU und SPD im Kreistag setzen ihre große Koalition fort. Der Vertrag ist unterzeichnet, wenig neue Themen stehen darin.

Die Große Koalition im Kreistag hat in Ronneburg eine Fortsetzung besiegelt. Spitzen von CDU und SPD unterzeichneten am Freitagnachmittag den 24-seitigen Vertrag, acht Seiten dicker als die Vereinbarung von 2018. Der neue Vertrag fasst die bisherigen Themen konkreter, hieß es. Als Schwerpunkte des politischen Handels wurden Wohnen, Bildung, Ärztliche Versorgung und Verkehr genannt. Außerdem soll in die Infrastruktur und in den Schuldenabbau (aktuell 290 Millionen Euro) investiert werden. Bei positiver Finanzentwicklung soll die Kreisumlage für die Kommunen gesenkt werden.

„Es ist ein wirklich gelungenes Werk“, sagte SPD-Fraktionschef Klaus Schejna zum Koalitionspapier. Landrat Thorsten Stolz (SPD) befand sogar, es sei „wirklich ein sehr, sehr guter Vertrag“. Dem konnten auch CDU-Fraktionvorsitzender Heiko Kasseckert sowie die Parteichefs Katja Leikert (CDU) und Andreas Hofmann (SPD) beipflichten. Leikert betonte, dass es zuvor bei den Parteimitglieder „einstimmig Voten“ für eine Fortsetzung der Großen Koalition gegeben habe. Hofmann bemerkte, dass in den vergangenen drei Jahren Vieles erreicht worden und die Koalition ein „erfolgreiches Team“ sei.

Der Vertrag setzt auf eine deckungsgleiche Politik der vergangenen drei Jahre auf und konkretisiert nun mehr Ziele. Um den Bau von Wohnungen für Menschen mit geringem bis mittleren Einkommen zu forcieren, soll eine kommunale Baugesellschaft gegründet werden. Es könne aber auch auf eine Genossenschaft oder was ganz anderes hinauslaufen. Dass soll laut Stolz bis 2022 in Abstimmung mit den Kommunen geprüft werden, denn die müssen das Bauland stellen. Leikert gab die Losung aus: „bauen, bauen, bauen“. Das soll ebenso für Gewerbeansiedlungen gelten.

Als Schulträger verspricht der Kreis einen „verlässlichen Platzanspruch für die Ganztagsbetreuung, der Maßstäbe an Qualität und Fachkräfte setzt“. Dazu sollen die Schulen beste Lernbedingungen erhalten, baulich wie in der Ausstattung. Das will sich der Kreis bis 2026 rund 40 Millionen Euro kosten lassen. Dazu zählt auch, mehr Geld in den Ausbau des Glasfasernetzes zu stecken.

Ausbau der Windkraft

„Gesundheit, Alter und Heimat“ werden nun unter dem Begriff „Sorgekultur“ subsumiert. So werden etwa die Main-Kinzig-Kliniken mit rund 22 Millionen Euro stabilisiert, Altenheime des Kreises modernisiert und Neubauten für eine ortsnahe Seniorenunterkunft geplant.

Individualverkehr und ÖPNV sollen verbessert werden, um die ländliche Region im Kreis für Wohnen und Arbeiten attraktiver zu machen. Aber vermutlich auch, um die Kreisstadt Gelnhausen besser erreichbar zu machen. Denn laut Vertrag wird eine stärkere Zentralisierung der Kreisverwaltung in Gelnhausen angestrebt. Eine bessere Verkehrsanbindung soll zudem den Tourismus beflügeln.

Für Umwelt und Klimaschutz, die in der stark prosperierenden Region drohen, hinten anzustehen, sollen „mutige Projekte“ auf die Beine gestellt werden. Künftige Ausschreibungen könnten bei Linienbussen Strom- oder Wasserstoffantrieb verlangen.

Landrat Stolz kündigt zudem den Ausbau der Windkraft an. Der Kreis sei einer der „Motoren der Energiewende in Hessen“. Neue Anlagen sollen mit Einvernehmen der Kommunen unter Beteiligung des Kreises errichtet werden. Als „mutiges Projekt“ wurde benannt, aus der Kinzig Trinkwasser zu gewinnen, um die Ressourcen des Vogelsbergs zu schonen. Ebenso wird ein Klimamanager als Mittler zwischen Kreis und Kommunen eingestellt, „wenn dafür Fördermittel in Höhe von 100 Prozent zu erhalten sind“, hieß es.

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