Hanau

Die Kleinen gehen, die Großen kommen

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Immer mehr alt eingesessene Einzelhändler verlassen die Innenstadt. Mit sogenannten Pop-Up-Stores soll nun gegengesteuert werden.

Auf der Nürnberger Straße tut sich was – wenn auch nicht nur Gutes. Während in den lange leerstehenden ehemaligen Standort von Quick-Schuh an der Ecke Schnurstraße eine Filiale der Damenbekleidungs-Marke Cecil einzieht, verlässt schräg gegenüber ein beliebter Händler sein Quartier. Der Ara-Shop, Spezialist für Bequemschuhe, schließt seinen Laden am kommenden Mittwoch.

Die Betreiber seien „redlich bemüht“ gewesen, den Laden zu halten, heißt es aus dem Geschäft, doch es sei nun doch zu Ende gegangen, mehr wolle man dazu nicht sagen.

Auch wenn sich die Bemühungen der Stadt, leerstehende Läden wieder zu vermieten, immer wieder bemerkbar machten, könne man noch nicht mit der Situation zufrieden sein, sagt Martin Bieberle, Geschäftsführer der zuständigen Hanau Marketing GmbH. So habe sich beispielsweise in der vergangenen Zeit herausgestellt, dass sich die Frequenz in der untere Rosenstraße verändert habe, so Bieberle. „Es ist nicht überall ganz leicht“, räumt er ein, „aber wir versuchen unser Bestes, um Eigentümer und Mieter zusammenzubringen.“

Das einige kleinere Händler ihre Läden aufgeben müssten, bedauere er sehr. „Inhabergeführte Geschäfte und kleine Einzelhändler sind das Salz in der Suppe einer Einkaufsstadt“, findet Bieberle. Deshalb wolle die Hanau Marketing GmbH mit sogenannten Pop-Up-Stores testen, wie gut sich Händler mit einer neuen Idee in der Stadt ansiedeln können. Die Stadt mietet die Flächen und stellt sie für eine gewisse Zeit, etwa ein halbes Jahr, zur Verfügung. Händler könnten so herausfinden, wie gut ihr Angebot von den Kunden angenommen wird.

Zum ersten Geburtstag des Forums im September wolle die Stadt eine ausführliche Analyse von Verkauf- und Besuchszahlen nach dem Stadtumbau präsentieren, kündigt Bieberle an.

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