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Für den Probebetrieb wurde Wassser aus der Kinzig entnommen.

Main-Kinzig

Kinzigtalsperre als Trinkwasser-Speicher

  • Jonas Nonnenmann
    vonJonas Nonnenmann
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Der Wasserverband Kinzig will Oberflächenwasser nutzbar machen und so dem Klimawandel trotzen.

Der Wasserverband Kinzig (WVK) geht bei der Trinkwasserversorgung neue Wege, um trotz Klimawandel die Versorgung der Region mit Trinkwasser zu garantieren. Das teilt der Main-Kinzig-Kreis mit.

Künftig werde das Trinkwasser nicht nur aus Grund-,, sondern auch aus Oberflächenwasser gewonnen, das in großer Menge vorhanden sei. In einem mehrstufigen Prozess wird das Oberflächenwasser aufbereitet und gefiltert. Künftig soll sowohl aufbereitetes Grund- als auch Oberflächenwasser aus den Hähnen fließen. In Bad Soden-Salmünster wurde die Umwandlung von Wasser aus der Kinzig bereits von Experten erfolgreich getestet. Die Kosten der Pilotanlage liegen bei rund 500 000 Euro; rund die Hälfte stamme aus Fördermitteln des Landes Hessen.

Hintergrund des Projekts ist die Veränderung des Klimas. Schneereiche Winter, laut Kreis eine der Voraussetzungen für die Neubildung von Grundwasser, gibt es bekanntlich kaum noch. Im Sommer verhindern ausgetrocknete Böden, dass Regenwasser in den Untergrund eindringt und Grundwasser bildet. Ziel der Kreisverwaltung ist es, „mit einer entsprechend dimensionierten Anlage den Kinzigstausee zu einem riesigen Trinkwasserspeicher zu machen“. So soll nicht nur der Main-Kinzig-Kreis, sondern auch andere Teile des Rhein-Main-Gebiets versorgt werden.

2025 soll das neue Werk den Betrieb aufnehmen. Landrat Thorsten Stolz (SPD) spricht von einem „bahnbrechenden“ Vorhaben mit Vorbildcharakter für andere Regionen und sagt, er freue sich über das erfolgreiche Pilotprojekt.

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