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Magistratsmitglied Wulf Hilbig testet den neuen Rundweg.
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Magistratsmitglied Wulf Hilbig testet den neuen Rundweg.

Freizeit

60 Kilometer rund um die Stadt

  • Wiebke Rannenberg
    VonWiebke Rannenberg
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Der Hanauer Rad- und Wanderweg Grüner Ring ist geschlossen: 60 Kilometer durch 13 Naturschutzflächen mit 15 unterschiedlichen Gebieten

Die Leiterin des Hanauer Umweltzentrums konnte sogar dem nasskalten Wochenende noch etwas abgewinnen: „So wunderbar wie jetzt, das helle Grün und die schwarzen Stämme, das ist nur zwei Wochen im Jahr zu sehen. Und der Regen hat gestern noch alles blank gewaschen“, sagte Gabriele Schaar-von Römer am Sonntag zur Eröffnung des zweiten Abschnitts der neuen Wander- und Radroute rund um Hanau. „Grüner Ring Hanau“ heißt die 60 Kilometer lange Strecke, die in Form einer schiefen Birne oder eines Kartoffelsacks rund um die Stadt führt. Wer die ganze Strecke radele oder wandere, komme durch 13 Naturschutzflächen mit 15 unterschiedlichen Gebieten, sagte Schaar-von Römer und betonte: „Hanau liegt im Grünen.“

Dafür war der Ort der Eröffnung, der Parkplatz an der B 8 südlich von Neuwirtshaus, allerdings nicht gerade das beste Beispiel: Um sich gegen den Verkehrslärm durchzusetzen, griffen Schaar-von Römer und Magistratsmitglied Wulf Hilbig (Grüne) auf eine Lautsprecheranlage zurück. Doch der Grüne Ring kreuzt die B8 nur kurz und führt im Norden zum Naturschutzgebiet Rote Lache, im Süden zur Schifflache und über den Main zur Fasanerie und zum Schutzgebiet Hochbruch.

Nach den Eröffnungsreden starteten etwa 40 Frauen und Männer zu Fuß oder per Rad zu drei geführten Touren: zur Schifflache, den „Everglades in Hanau“, zu den Urwildpferden oder ein Stück auf dem Grünen Ring bis zum Hanauer Stadtteil Lamboy. In Zukunft solle es weitere Führungen geben, kündigte Schaar-von Römer an.

Die Idee, rund um Hanau einen Radweg anzulegen, gab es schon lange. 2008 wurde die Route in den Sportentwicklungsplan aufgenommen, im November 2010 griffen die Stadtverordneten die Idee auf. Neue Wege wurden nicht angelegt. Doch der Streckenverlauf musste festgelegt und mit Nachbarkommunen und Privatleuten verhandelt werden. Dazu wurden eine Karte entworfen und 520 Schilder befestigt. 10000 Euro gebe es für den Grünen Ring, sagte Schaar-von Römer. 6000 hätten Schilder und Karten (Auflage 7500) gekostet, 4000 habe sie für Führungen .

Die Schilder sind offenbar so beliebt, dass einige schon gestohlen wurden. Das gefällt dem Leiter der Fachstelle Sport, Thomas Ritter, gar nicht. Wer unbedingt ein Schild haben wolle, solle sich bei ihm melden, sagte er. Ritter ist einer der zwei „Hanauer Jungs“, wie Schaar-von Römer sagte, die die Strecke „ausgekaspert haben“. Mit Martin Schroth von der Unteren Naturschutzbehörde hat er alles erkundet. Im normalen Tempo brauche man etwa 4,5 Stunden für die 60 Kilometer, sagte er.

Dass sich das Ausscheiden der FDP aus der Koalition auch auf die Eröffnung eines Radwegs auswirken kann, zeigte eine Besonderheit: Obwohl der hauptamtliche Dezernent Ralf-Rainer Piesold (FDP), der für Umwelt- und Naturschutz zuständig ist, in der Runde stand, begrüßte das ehrenamtliche Magistratsmitglied Hilbig (Grüne) die Gäste. Diese Vertretung habe Oberbürgermeister Claus Kaminsky (SPD) festgelegt, sagte Grünen-Fraktionschef Kamil Kasalak und verwies darauf, dass in Kaminskys Zuständigkeit das Umweltzentrum falle.

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